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Nidwaldner Steuererklärung wird vollelektronisch

Ab 2020 soll es möglich sein, die Steuererklärung online auszufüllen und einzureichen. Für das Projekt beantragt die Regierung dem Landrat 680'000 Franken.
Martin Uebelhart
Bald ist kein Papierkram mehr nötig für die Steuererklärung. (Symbolbild Boris Bürgisser)

Bald ist kein Papierkram mehr nötig für die Steuererklärung. (Symbolbild Boris Bürgisser)

Mit eTax Nidwalden will der Kanton wie zuvor schon Obwalden die bisherige Steuererklärungs-Software durch eine Online-Variante ablösen. Anstelle der Formular-Eingabemasken treten neu nach Themen gegliederte Assistenten. Diese würden auch unkundige Anwenderinnen und Anwender in verständlicher Sprache durch die steuerrelevanten Fragen führen und ermöglichten bequemes Nachschlagen in der Wegleitung und in einschlägigen Weisungen, schreibt die Staatskanzlei dazu. Die Assistenten helfen auch, berechtigte Abzüge nicht zu vergessen.

Auch steuerlich versierten Personen biete eTax Nidwalden eine intuitive Oberfläche, die ein schnelleres Ausfüllen der Steuererklärung erlaubt. Die online eingereichten Steuererklärungen könnten vom zuständigen kantonalen oder Gemeindesteueramt ohne Verzögerung oder Umweg über ein Scanning verarbeitet werden. «Dabei senden die Steuerpflichtigen auch sämtliche notwendigen Unterlagen elektronisch ans zuständige Steueramt», sagt Finanzdirektor Alfred Bossard. Bankauszüge würden ja heute bereits als Downloads angeboten. «Einzelne Firmen verschicken auch den Lohnausweis bereits elektronisch.» Die übrigen Unterlagen müssten eingescannt werden. «Dazu braucht es nicht unbedingt einen Scanner zu Hause, das lässt sich heute auch über eine App auf dem Mobiltelefon bewerkstelligen», so Bossard.

Der Download und die Installation der bisherigen Software auf dem Computer entfallen, ebenso Ausdruck und Postversand der fertigen Steuererklärung. «Die Steuererklärungen können aber auch weiterhin auf Papier eingereicht werden, mit der heutigen Software-Lösung oder auch ganz von Hand», betont Finanzdirektor Alfred Bossard. Dieser Weg werde wohl noch über Jahre hinweg möglich sein. Grosser Wert wird auch auf die Sicherheit gelegt. «Sie ist vergleichbar mit den Standards beim E-Banking», sagt Alfred Bossard.

85 Prozent dürften die neue Lösung wählen

Der Kanton Nidwalden hat das elektronische Steuerdossier auf die Steuerperiode 2015 hin eingeführt und so die Grundlage für die digitale Steuerveranlagung geschaffen. Heute erstelle bereits die grosse Mehrheit der Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung elektronisch auf dem PC. Bossard geht davon aus, dass rund 85 Prozent die neue Lösung nutzen werden.

Die Online-Steuererklärung für natürliche und juristische Personen wird ergänzt mit einer Steuerplattform, die Informationen vermittelt, eine digitale Kommunikation zwischen Steuerkunde und Steueramt ermöglicht. «Die Bürgerinnen und Bürger können dort zum Beispiel in ihrem Dossier nachschauen, wie viel sie schon einbezahlt haben und wie viel Steuern sie noch schulden», erklärt Bossard.

Weniger Fehlerquellen und Routinearbeiten

Das kantonale Steueramt und die Gemeindesteuerämter profitierten von der Digitalisierung weiterer Arbeitsprozesse, so die Mitteilung weiter. Der digitale, medienbruchfreie Prozess von der Deklaration zur Veranlagung reduziere die Fehlerquellen und entlaste die Verwaltung von manuellen Routinetätigkeiten. Dies ermögliche eine noch zeitnahere Veranlagung. Das Scancenter werde weiterhin die rund 10 bis 20 Prozent handschriftlich erstellten oder auf dem Postweg eingereichten Steuererklärungen sowie Spezialfälle verarbeiten. Ob es wegen der effizienteren Abläufe auf den Gemeindesteuerämtern künftig weniger Personal brauche, lasse sich noch nicht beurteilen, sagt der Finanzdirektor. «Beim Scancenter des Kantons werden wir schon auf das kommende Jahr hin eine volle Stelle reduzieren. Teilweise gibt es einen Abbau, teilweise werden die Kapazitäten anders genutzt.»

Die vollelektronische Steuererklärung soll den Steuerpflichtigen ab 2020 zur Verfügung stehen. «Das Projekt wird jetzt ausgeschrieben», sagt Bossard. Dem Landrat werden dafür 680'000 Franken beantragt. Nidwalden kann insbesondere auch von den Erfahrungen des Kantons Obwalden profitieren. Dort ist das System bereits im Betrieb. Mit ihrem gemeinsamen Informatik-Leistungszentrum könnten die beiden Kantone die Anwendungen auch gemeinsam weiterentwickeln, sagt der Finanzdirektor.

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