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Pilatus-Jet: Dieser PC-24 rettet Leben

Zum ersten Mal ist der Pilatus-Jet als Ambulanz-Flugzeug ausgeliefert worden. Er wird beim Royal Flying Doctor Service im Westen von Australien zum Einsatz kommen.
Martin Uebelhart
Pilatus Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk und Rebecca Tomkinson vom Royal Flying Doctors Service of Australia bei der Übergabe des ersten Pilatus-Ambulanz-Jets. (Bild Martin Uebelhart (Stans, 26. November 2018))

Pilatus Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk und Rebecca Tomkinson vom Royal Flying Doctors Service of Australia bei der Übergabe des ersten Pilatus-Ambulanz-Jets. (Bild Martin Uebelhart (Stans, 26. November 2018))

In einer schlichten Feier übergaben am Montag die Pilatus-Flugzeugwerke den ersten PC-24 mit Ambulanzausstattung an einen Kunden. Übernommen hat den Jet der Royal Flying Doctor Service of Australia (RFDS), genauer deren Western Operations. Der RFDS ist eine der grössten und professionellsten flugmedizinischen Organisationen der Welt. Er bietet eine umfassende medizinische Grundversorgung und einen 24-Stunden-Notfallservice.

Pilatus-Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk blickte in seiner Ansprache rund 25 Jahre zurück. Damals wurden die ersten PC-12 mit medizinischer Inneneinrichtung an den RFDS ausgeliefert. 35 davon sind heute in Australien unterwegs, 17 werden von Western Operations betrieben. «Im Outback kann es gefährlich werden», sagte Schwenk in der Pilatus-Montagehalle vor dem PC-24 in glänzender RFDS-Lackierung. Darum seien die fliegenden Ärzte wichtig. «Allein die Western Operation deckt ein Gebiet ab, das 60-mal so gross ist wie die Schweiz», betonte er. Mit dem neuen Jet könne der RFDS seine Leistungen für die australische Bevölkerung weiter verbessern. Er versicherte die Australier auch der bestmöglichen Unterstützung: «Gerade am Anfang wird vielleicht nicht alles wie am Schnürchen klappen, denn es ist ein brandneues Flugzeug.»

Blick in das Innere des PC-24-Jets in der Ambulanz-Version. (Bild: Pilatus/PD)

Blick in das Innere des PC-24-Jets in der Ambulanz-Version. (Bild: Pilatus/PD)

Stolz auf den ersten PC-24 Ambulanz-Jet

Ignaz Gretener, Pilatus General Aviation und Mitglied der Geschäftsleitung, übergab die Maschine offiziell an Rebecca Tomkinson, CEO der Western Operations des RFDS. Der Royal Flying Doctor Service sei stolz, den ersten Ambulanz-PC-24 in Betrieb nehmen zu können, sagte sie. «Wir sind gerade 90 geworden und haben eine Innovation gesucht für die nächsten 90 Jahre», sagte Tomkinson auf die Frage, warum die Wahl ihrer Organisation gerade auf den PC-24 gefallen sei. «Der PC-12 hat sich bei uns über die Erwartungen hinaus bewährt», hielt sie fest. Mit dem neuen Jet betrete man die nächste Stufe in Sachen Design und Möglichkeiten. «Unsere PC-12 nennen wir Notfallstation im Himmel», so Rebecca Tomkinson weiter. Sie böten alles, was man in einem fliegenden Spital brauche. Der PC-24 sei eine Krankenstation im Himmel. Sie habe drei Patientenplätze, anstelle der zwei in den übrigen Flugzeugen der Flotte. «Der PC-24 ist für uns ein Wendepunkt», betonte sie weiter. Wie viele PC-24 dereinst zur RFDS-Flotte gehören sollen, konnte Tomkinson nicht sagen. Doch man gehe jetzt mit Begeisterung die Inbetriebnahme des Flugzeugs an. «Und wir wollen der Welt zeigen, was dieses Flugzeug mit der Ambulanz-Ausstattung leisten kann.»

Punkten kann der PC-24 mit seinen im australischen Outback sehr nützlichen Flugeigenschaften, etwa dem Starten und Landen auf kurzen, auch unbefestigten Pisten. Doch auch sein grosses Frachttor ist ein Vorteil. Das Ein- und Ausladen der Patienten geschieht über einen speziellen Lift, der ausgefahren werden kann.

Medizinische Ausrüstung kommt aus Ennetbürgen

Die medizinische Ausrüstung des Flugzeugs wurde von der Aerolite AG in Ennetbürgen nach den Bedürfnissen des RFDS hergestellt und eingebaut. «Die Herausforderung für uns war, in einem neuen Flugzeug die Neuentwicklung einer medizinischen Inneneinrichtung mitzugestalten», sagte CEO Roland Hengartner gegenüber unserer Zeitung. Die drei Patientenliegen und vier bis fünf Sitzplätze sowie insbesondere der Transportlift seien ein Unikat. «Auch die Zusammenarbeit war fordernd und funktionierte sehr gut auf einem hohen professionellen Level», windet er Pilatus ein Kränzchen.

Heute Dienstag tritt der PC-24 seine Reise nach Australien an. In einem mehrtägigen Flug mit diversen Zwischenstationen wird das Flugzeug in Broome im westaustralischen Outback erstmals auf dem Kontinent aufsetzen. Seine Basis wird auf dem Flughafen von Jandakot in der Nähe von Perth sein.

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