Diskussionsgrundlage zum Flugplatz Buochs

Ein neues Grundlagenpapier zum Flugplatz Buochs soll die Basis für Verhandlungen zwischen Regierung, Korporation und Gemeinden sein. Mittel- bis langfristig sind Investitionen zwischen 15 und 25 Millionen Franken nötig.

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Der Flugplatz Buochs, aufgenommen vom Stanserhorn. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

Der Flugplatz Buochs, aufgenommen vom Stanserhorn. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

Laut Medienmitteilung vom Mittwoch soll der Flugplatz mit einer maximalen Obergrenze von jährlich 20'000 Flugbewegungen am bestehenden Ort etabliert werden. Das Flugplatzgelände soll konzentriert und die Zahl der Rollwege wo möglich reduziert werden. Damit wird eine Optimierung und eine erhöhte Sicherheit angestrebt.

Unmittelbar neben dem Flugplatzgelände soll nach Ansicht der Regierung in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern (insbesondere Korporationen) Bauland für die Ansiedlung von Betrieben bereitgestellt werden.

Investitionsbedarf

Die Flächen des Militärflugplatzes, die vom Bund zum Verkauf freigegeben werden, können von den Korporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans erworben werden. Sie sollen dem Kanton dann die für den Flugplatz nötigen Bau- und Nutzungsrechte erteilen. Der Kanton wiederum tritt die Rechte an eine Betriebsgesellschaft ab.

Der Wechsel vom militärischen zum zivilen Flugplatz bedingt eine Anpassung der Infrastruktur. Das Grundlagenpapier der Regierung rechnet mittel- bis langfristig mit Investitionen zwischen 15 und 25 Mio. Franken. Der Landrat hat bereits 4 Mio. Franken für einen neuen Kontrollturm gesprochen, der im Oktober 2012 in Betrieb genommen wird.

Ziel sei es, die Investitionen möglichst bei der Betriebsgesellschaft zu konzentrieren, heisst es weiter. Diese soll für den Flugbetrieb und die Realisierung sowie den Unterhalt der dafür notwendigen Anlagen verantwortlich sein.

Konsens und Differenzen

Das Grundlagenpapier ist laut Medienmitteilung an einer gemeinsamen Sitzung des regierungsrätlichen Ausschusses und der Korporationen diskutiert worden. Einig sei man sich, dass die zivile Nutzung des Flugplaztes Buochs im volkswirtschaftlichen Interesse des Kantons liege und die vom Bund nicht mehr benötigten Teile erworben werden sollen.

Als machbar und zweckmässig werde auch die Erteilung der Rechte für die aviatische Nutzung des Areals an den Kanton erkannt. Differenzen bestünden unter anderem noch bei der genauen Abgrenzung der einzelnen Flächen, beim finanziellen Ausgleich sowie bei der Rekultivierung von Teilen der Redundanzpiste.

Vereinbart wurde schliesslich, umgehend mit den eigentlichen Vertragsverhandlungen zu beginnen. Die vom Bund in Aussicht gestellte Kaufoption soll nach Möglichkeit bis Ende 2012 ausgelöst werden.

sda/bep

Flugplatzkomitee erfreut

«Vernünftiger Lösungsansatz» werden die neusten Entwicklungen vom Flugplatzkomitee betitelt. Das Grundlagenpapier sichere so die Zukunft des Flugplatzes Buochs im Rahmen einer massvollen zivilen Nutzung. Damit verbunden würden auch die Interessen der Pilatus Flugzeugwerke gewahrt, die Entwicklungsmöglichkeiten der Nidwaldner Wirtschaft gestärkt und den Anliegen der Korporationen als ehemaligen Landeigentümern weitestmöglichst entsprochen. Trotzdem müssten aber noch zahlreiche Detailfragen geklärt werden.

pd/shä