Doppelspur-Ausbau: Varianten werden reduziert

Beim Doppelspur-Ausbau-Projekt der Zentralbahn in Hergiswil werden von elf «Tunnel lang»-Varianten vier auf ihre Machbarkeit geprüft. Im Sommer 2012 wird jene ausgewählt, die als Vorprojekt ausgearbeitet und der Variante «Tunnel kurz» gegenübergestellt wird.

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Die Zentralbahn fährt in Hergiswil sehr nahe an den Wohnquartieren vorbei. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Zentralbahn fährt in Hergiswil sehr nahe an den Wohnquartieren vorbei. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Das Steuerungsgremium haben den Variantenfächer für einen «Tunnel lang» eingeschränkt, heisst es in einer Medienmitteilung der Nidwaldner Staatskanzlei vom Mittwoch. Die Lang-Variante sieht einen Tunnel von Hergiswil-Schlüssel bis zum Bahnhof Hergiswil vor.

Bei der Einschränkung auf vier Varianten für den Doppelspur-Ausbau der Zentralbahn (zb) seien Kriterien wie Bautechnik, Umwelt, Bahntechnik und -betrieb, Siedlungserschliessung, Kosten sowie Zeitbedarf berücksichtigt worden, heisst es weiter.

Bis im Frühling 2012 werden die vier ausgewählten Varianten auf ihre Machbarkeit geprüft. Im Sommer wird jene ausgewählt, welche bis Mitte 2013 als Vorprojekt ausgearbeitet werden soll. Daneben lässt das Steuerungsgremium in einer zweiten Phase die Variante «Auflageprojekt und Tunnel kurz» als Vorprojekt ausarbeiten.

Definitiver Entscheid 2013

Zweck der Erarbeitung mehrerer Varianten als Vorprojekt ist deren Gegenüberstellung sowie die anschliessende Auswahl einer Bestvariante. Nach deren Bestimmung durch den Nidwaldner Landrat ist es die politstrategische Führung des Agglomerationsprogramms Luzern, welche Ende 2013 den definitiven Entscheid trifft.

Ursprünglich war vorgesehen, die bestehende Doppelspur von der Kantonsgrenze zu Luzern bis zur Station Matt zu verlängern. Als das Auflageprojekt vorlag, bemerkte man in Hergiswil, dass das neue Trassee wegen des Hochwasserschutzes gegenüber dem heutigen um bis zu 1,4 Meter höher liegen und nahe an Wohnhäusern vorbeiführen würde.

Die lokale Politik wurde aktiv und es hagelte Einsprachen. Die Kantonsregierung machte deshalb eine Kehrtwende. Sie beantragte dem Parlament, das Projekt offene Doppelspur zu sistieren und ein Vorprojekt für einen Doppelspurtunnel auszuarbeiten. Bei den Nachbarn Luzern und Obwalden stiess das Vorgehen auf wenig Begeisterung, weil es den begonnen Ausbau der zb verzögert.

sda