Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Doppelspur in Hergiswil wird zu Gerichtsfall


Mit dem Doppelspurausbau der Bahn zwischen Hergiswil Matt und Schlüssel muss sich das Bundesverwaltungsgericht beschäftigen. Ob der Zeitplan für den Ausbau eingehalten werden kann, ist unklar.
Martin Uebelhart
Ein Zug fährt bei der Haltestelle Matt in Hergiswil vorbei. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Ein Zug fährt bei der Haltestelle Matt in Hergiswil vorbei. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2019 sollten die Züge der Zentralbahn (ZB) über ein neues, rund 700 Meter langes Stück Doppelspurstrecke zwischen Hergiswil Matt und dem Haltiwaldtunnel an der Kantonsgrenze zu Luzern rollen. Mit der zusätzlichen Doppelspur möchte das Bahnunternehmen die Fahrplanstabilität verbessern und die Bedienung des Ortsteils Matt im 15-Minuten-Takt sicherstellen.

Dieser Zeitplan ist jetzt allerdings in Frage gestellt. Jemand, der mit einer an die Zentralbahnlinie angrenzenden Parzelle betroffen ist, hat gegen die Ende Juni erteilte Plangenehmigungsverfügung des Projekts «Doppelspur Hergiswil 1. Etappe Schlüssel bis Matt» Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben, wie die Zentralbahn in einer Mitteilung schreibt.

Lärmimmissionen und nicht ionisierende Strahlung

Mit einer solchen Plangenehmigungsverfügung bewilligt das Bundesamt für Verkehr (BAV) Bauten und Anlagen von Eisenbahnen. Diese entspricht einer Baubewilligung. Vorgängig zu diesem Plangenehmigungsverfahren habe mit allen direkt betroffenen Parteien der Land- und Rechtserwerb geregelt werden können, hält die Zentralbahn weiter fest. Von der einsprechenden Partei sei kein Land- oder Rechtserwerb erforderlich.

«Im Wesentlichen geht es bei der Einsprache um Immissionen, die von der Bahn ausgehen», sagt Gunthard Orglmeister, Leiter Infrastruktur bei der ZB. «Dazu gehört zum Beispiel die Lärmproblematik, wenn die Bahn näher an einem Gebäude vorbeifährt.» Ein Thema sei laut Orglmeister auch die nicht ionisierende Strahlung, wie sie das durch die Fahrleitung entstehende Magnetfeld darstelle. Im Weiteren gehe es um allgemeine Verfahrensfragen.

Wie lange sich der ursprünglich für diesen Herbst vorgesehene Baustart nun verzögern werde, könne er noch nicht sagen, betont Gunthard Orglmeister. «Zunächst wird das Gericht entscheiden, ob der Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen wird.» Mit diesem Entscheid rechnet er bis in rund zwei Monaten. «Das ordentliche Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht dauert rund ein Jahr», hält er weiter fest. Bei einer Ablehnung der Beschwerde stehe der Weg ans Bundesgericht offen. Bei einer Gutheissung wäre zu prüfen, inwieweit das Plangenehmigungsverfahren noch einmal neu aufgerollt werden müsste.

Das Projekt Doppelspur Hergiswil kostet 38 Millionen Franken, 8 Millionen Franken davon entfallen auf die Haltestelle Matt. Bei einer Verschiebung der Bauarbeiten würden Mehrkosten anfallen, sagt Orglmeister. «In diesem Fall könnten wir nicht mehr von Synergien beim Bahnersatz mit Baustellen in Horw und Kriens profitieren.»

Mit dem Projekt wird die Linienführung des Trassees etwas begradigt, was laut früheren Ausführungen der ZB eine ruhigere Fahrt ermöglicht und den Lärm reduziert. Die Brücken über den Feld- und Schluchenbach werden erneuert und die Geräusche durch einbetonierte Gleise im Bereich einer Brücke vermindert.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.