Drei Ulmen zieren ersten Nidwaldner Betonkreisel

Nach Büren geht's nun über den neuen Kreisel. Am Donnerstag wurde 4,3-Millionen-Bauwerk eingeweiht.

Matthias Piazza
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Der Kreisel Büren ist am Donnerstag für den Verkehr freigegeben worden. Bis in einem guten Jahr werden die Wege für den Langsamverkehr vollendet.

Der Kreisel Büren ist am Donnerstag für den Verkehr freigegeben worden. Bis in einem guten Jahr werden die Wege für den Langsamverkehr vollendet.

Bild: Urs Hanhart (Oberdorf, 30. Juli 2020)

Wer von Büren in die stark befahrene Kantonsstrasse einbiegen wollte, musste sich bis anhin in Geduld üben, bis sich eine Lücke auftat. Darum dürften vor allem die Bürer den gestrigen Tag herbeigesehnt haben. Nach neun Monaten Bauzeit und vielen Jahren Diskussion und Planung eröffnete der Nidwaldner Baudirektor Josef Niederberger mit Vertretern des kantonalen Amts für Mobilität, der Gemeinden Oberdorf und Dallenwil, der Baufirma und der Genossenkorporation Stans den neuen Kreisel. Am vierarmigen Kreisel mit einem Durchmesser von 34 Metern sind neben der Engelbergstrasse Richtung Stans und Engelberg auch die Bürenstrasse «angeschlossen». Die Dallenwilerstrasse auf der gegenüberliegenden Seite des Zentralbahngleises folgt später.

Ulmen symbolisieren die drei Ortsteile

Judith Odermatt-Fallegger, Gemeindepräsidentin von Oberdorf.

Judith Odermatt-Fallegger, Gemeindepräsidentin von Oberdorf.

Bild: Urs Hanhart (Oberdorf, 30. Juli 2020)

Die Oberdorfer Gemeindepräsidentin Judith Odermatt-Fallegger sprach von einem wichtigen Ereignis für die Gemeinde und insbesondere für den Ortsteil Büren und freute sich, dass der Knoten Büren nun «entknotet» sei und der Verkehr fliessen könne. Die Gemeinde beteiligte sich nicht nur finanziell am Kreisel, sondern gestaltete auch das Kreiselauge. Drei Ulmen symbolisieren die drei Ortsteile Oberdorf, Büren und Niederrickenbach – gekrönt mit dem Gemeindewappen. Im Zeichen der Biodiversität sei die Wahl auf die vom Aussterben bedrohte Ulme gefallen.

Der Nidwaldner Baudirektor Josef Niederberger.

Der Nidwaldner Baudirektor Josef Niederberger.

Bild: Urs Hanhart (Oberdorf, 30. Juli 2020)

«Wir dürfen stolz auf das gelungene Bauwerk sein», sagte der Nidwaldner Baudirektor Josef Niederberger in seiner Ansprache zur Eröffnung des ersten Betonkreisels in Nidwalden. Der Kanton verspricht sich dank der Verwendung des etwas teureren Baustoffs eine massiv höhere Lebensdauer gegenüber des Asphaltbelags. Der neue Kreisel sei ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer und erhöhe die Verkehrssicherheit für alle, so Niederberger. Damit sei bei der definitiven Fertigstellung Büren auch am kantonalen Radwegnetz angeschlossen, das über die Dallenwilerstrasse führt.

Velofahrer müssen sich noch gedulden

Während Autos, Lastwagen und Postauto den Kreisel schon munter befahren, müssen sich die Velofahrer allerdings noch etwas gedulden, bis der Kreisel für sie seine volle Wirkung entfaltet. Diesen Herbst stehen der Rückbau der Bauflächen und der T-Kreuzung sowie die Rekultivierung auf dem Programm. Im kommenden Frühling folgt dann der Bau des neuen Bahnübergangs beim Kreisel, mit Trottoir. Dies wird dann gleichzeitig mit der Sanierung der Gleise durch die Zentralbahn gemacht. Wenn das Projekt im Herbst nächsten Jahres fertig sein wird, verbessert sich dann auch die Situation für Fussgänger und Velofahrer. Zudem wird die Strassenentwässerung modernisiert und für den Ereignisfall ein Abflusskorridor der Engelbergeraa erstellt.

Das Wappen von Oberdorf ziert den ersten Nidwaldner Betonkreisel.

Das Wappen von Oberdorf ziert den ersten Nidwaldner Betonkreisel.

Bild: Urs Hanhart (Oberdorf, 30. Juli 2020)

Im Februar 2019 genehmigte der Landrat den Bruttokredit von 4,3 Millionen Franken. Die Gemeinde Oberdorf beteiligt sich mit knapp 1,1 Millionen Franken und auch vom Bund gibt's einen Zuschuss von 300'000 Franken. Dieser Beitrag stammt aus dem Agglomerationsprogramm und wird zugesichert, weil der Kreisel die Sicherheit für den Langsamverkehr markant erhöht.

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