DROHUNGEN: Öffentliche Personen können wieder aufatmen

Um 370 Prozent nahmen in Nidwalden Drohungen gegen Behörden und Beamte zu. Kein Grund zur Panik, mahnt der Kripochef.

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Jürg Wobmann, Leiter Kriminalpolizei Nidwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Jürg Wobmann, Leiter Kriminalpolizei Nidwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Ist Nidwalden für Behörden und Beamte ein gefährliches Pflaster geworden? Drohungen gegen sie stiegen 2007 gemäss Kriminalstatistik im Vergleich zum Vorjahr um nicht weniger als 370 Prozent. Wohl nicht nur in der Zentralschweiz gehört dieser Anstieg absolut zu den massivsten. Der Kanton Luzern etwa musste «nur» 6,5 Prozent mehr Drohungen gegen Behörden und Beamte verzeichnen. In Obwalden nahm dieser Wert sogar ab, von 5 auf 4 Prozent. Was also ist los in Nidwalden?

Ein genauer Blick hinter die Statistik sowie die Situation im laufenden Jahr lassen die Situation in einem weniger bedrohlichen Licht erscheinen. Eins vorneweg: Beamte und Behörden leben in Nidwalden nach wie vor relativ sicher. Und: «Eine deutliche Tendenz zu mehr Gewalt ist bislang nicht erkennbar», sagt Jürg Wobmann, Leiter Kriminalpolizei Nidwalden.

Sprengstoff im Briefkasten
Die Zahlen: 2006 gab es in Nidwalden drei Drohungen gegen Behörden und Beamte. 2007 waren es deren elf. Davon betroffen waren fünf Polizisten, drei Sicherheitsangestellte, zwei Lehrpersonen und ein Zugbegleiter. Politiker waren keine betroffen mit Ausnahme von Nationalrat Edi Engelberger, dessen Briefkasten gesprengt wurde. Dieser Vorfall wird in der Statistik als Sprengstoffdelikt und nicht als Drohung aufgeführt.

Im laufenden Jahr hat die Nidwaldner Kantonspolizei bislang «erst» drei Drohungen gegen Beamte oder Behörden registriert. Zwei richten sich gegen Zugbegleiter, eine gegen einen Polizisten. Kein Politiker ist im Jahr 2008 bislang so massiv bedroht worden, dass eine Anzeige gemacht werden musste.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.