EBIKON / HERGISWIL: Schindler leitet Ausstieg aus Also ein

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler bereitet den Rückzug aus dem IT-Dienstleister Also vor. Er will eine Tauschanleihe ausgeben, mit welcher die Beteiligung abgebaut werden kann.

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Der Schindler-Turm auf dem Werkareal in Ebikon mit dem Pilatus im Hintergrund. (Bild: Keystone)

Der Schindler-Turm auf dem Werkareal in Ebikon mit dem Pilatus im Hintergrund. (Bild: Keystone)

Die Ausgabe einer kotierten Anleihe, welche in Also-Aktien umgetauscht werden kann, soll in den nächsten Monaten erfolgen, abhängig von der Entwicklung der Also sowie dem allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld, teilte Schindler am Mittwoch mit.

Solche «Exchangeable Bonds» erlaubten es Schindler bei Wandlung der Anleihe, ihre Beteiligung an Also mittelfristig gänzlich abzubauen. Damit werde gemäss der angekündigten Planung der Anteil der frei handelbaren Also-Titel substanziell erhöht.

Also teilte in einem eigenen Communiqué mit, man nehme den Entscheid des Verwaltungsrates von Schindler zur Kenntnis. Also war 1984 gegründet worden, ab 1988 hielt Schindler eine Mehrheitsbeteiligung, bis Also 2011 mit der deutschen Actebis fusionierte.

Seither hält Walter Droege via Special Distribution Holding einen Mehrheitsanteil von 51,3 Prozent an Also. Mit Blick auf den eingeleiteten Rückzug hat Schindler laut weiteren Angaben mit der Special Distribution Holding eine neue Aktionärsvereinbarung abgeschlossen, welche unter anderem die Vertretung im Verwaltungsrat regelt.

Also hat 2012 den Umsatz um 1,4 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro gesteigert. Der Reingewinn verbesserte sich gegenüber dem Fusionsjahr massiv um 73 Prozent auf 46,3 Mio. Euro. Die Dividende wurde von 70 Rappen im Vorjahr auf 1,20 Fr. pro Titel erhöht.

sda