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Ein aufregendes Jahr für Nidwaldner Wirtepräsidentin

Nathalie Hoffmann hat ein intensives Jahr hinter sich – sowohl privat wie beruflich. Als Präsidentin von Gastro Nidwalden will sie auch 2019 Gas geben.
Kurt Liembd
Nathalie Hoffmann, Präsidentin Gastro Nidwalden. (Bild: PD)

Nathalie Hoffmann, Präsidentin Gastro Nidwalden. (Bild: PD)

Sie ist erst 28 Jahre, hat schon viel Bewegendes erlebt und verkörpert eine neue Wirte-Generation. Trotz ihrer jugendlich-frechen Frisur – ihrem Markenzeichen –ist sie voll geerdet. In der Gastronomie ist sie entsprechend erfolgreich. «Ich habe ein sehr aufregendes Jahr hinter mir», sagt Nathalie Hoffmann im Gespräch. So konnte sie im Oktober 2018 das Seehotel Baumgarten, das sie in den Sommermonaten führt, von ihren Eltern kaufen. Durch die neuen Besitzverhältnisse werde am Betrieb des über hundertjährigen Traditionshotels aber nichts ändern. «Das Baumgarten bleibt das Baumgarten», verspricht Natalie Hoffmann.

Als Präsidentin von Gastro Nidwalden, dem sie seit Mai 2017 vorsteht, konnte sie mit dem neuen Gastgewerbegesetz bereits einen wichtigen Pflock einschlagen. Wichtige Veränderungen erlebte sie ausserdem privat, heiratete sie doch ihren Lebenspartner Antonio.

Nathalie Hoffmann führt heute zwei Betriebe – im Sommer das Seehotel Baumgarten in Kehrsiten und im Winter das Restaurant «Alte Post» in Davos. Zwei Betriebe, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dies unter einen Hut zu bringen und dazu die Verbandsarbeit verlangt einige Managerqualitäten. «Das braucht einen klaren Kopf, eine gute Organisation und Selbstdisziplin», sagt Nathalie Hoffmann. Das alles bringt sie mit, denn sie ist eine Kämpfer- und Frohnatur, die weiss, was sie will. Sie habe aber auch das Glück, dass sie Ihre Eltern Monika und Wilfried Hoffmann sowie ihren Mann zu 100 Prozent im Rücken habe, welche sie unterstützen.

Kämpfernatur meistert Lehre trotz Krankheit

Dass sie eine Kämpfernatur ist und nicht gleich aufgibt, hat sie bereits als Teenager bewiesen. Alles schien perfekt: Lehre als Gastrofachfrau im elterlichen Betrieb und intensiver Einsatz als Eiskunstläuferin. Dann der Schock: Im Alter von 19 Jahren diagnostizierten die Ärzte bei ihr einen Hirntumor. «Sie sagten mir, dass ich 30 Prozent Überlebenschance hätte. Das wollte ich nicht hinnehmen.» Sie habe gekämpft und am Ende den Tumor besiegt, erzählt Nathalie Hoffmann. Ein ganzes Jahr habe ihr die Krankheit genommen und sie musste aus diesem Grunde auch mit dem Spitzensport aufhören. Ihrer Kämpfernatur ist es auch zu verdanken, dass sie ihre Lehre trotz der Krankheit fristgerecht absolvieren konnte. Heute ist sie geheilt und muss nur noch alle sechs Monate zur Kontrolle. Die Krankheit habe schon Spuren hinterlassen, aber positive, indem sie viel reifer geworden sei und menschlich daran enorm gewachsen sei, so Nathalie Hoffmann im Rückblick.

In grosse Fussstapfen getreten

Seit Mai 2017 ist sie Präsidentin von Gastro Nidwalden und damit oberste Gastgeberin von rund 150 Gastrobetrieben im Kanton. Sie sei sich bewusst, dass sie mit diesem Amt in grosse Fussstapfen trete, sagte sie damals nach ihrer Wahl. Denn sie trat die Nachfolge von Urs Emmenegger an, der zuvor während 17 Jahren als Gastropräsident wirkte. Auch dank den Vorarbeiten von Emmenegger durfte Nathalie Hoffmann dieses Jahr bereits einen grossen Erfolg verbuchen: Der Landrat verabschiedete das neue Gastgewerbegesetz und hat dabei das Gleichbehandlungsgebot aller Gastrobetriebe gesichert. Das bedeutet, dass auch Betreiber von kleineren Take-away-Betrieben einen Fähigkeitsausweis brauchen – ganz im Sinne von Gastro Nidwalden. Das Engagement von Natalie Hoffmann geht sogar weit über den Kanton hinaus. Im Dachverband Gastro-Suisse engagiert sie sich für einen neuen Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV), der 2021 in Kraft treten soll und mehr als 200000 Angestellte der Gastrobranche betrifft. Zudem ist sie Mitglied des Stiftungsrates des Gastgewerblichen Ausbildungszentrums Luzern (G’Art).

Als grösste Probleme in der Gastrobranche bezeichnet sie den Fachkräftemangel und die Tatsache, dass sich zu wenig Lernende für Gastroberufe interessieren. Hier will sie ansetzen. «Mein Ziel ist es, Gas zu geben, für die Anliegen unserer Mitglieder ein offenes Ohr zu haben und junge Leute für Gastroberufe und für den Verband zu motivieren.» Ihre Begeisterung für die Gastronomie wirkt ansteckend und man glaubt es ihr, wenn sie sagt, dass sie den Verband und die Gastrobranche Nidwalden weiterbringen wolle. «Am wichtigsten für mich ist, dass ich Freude am Beruf, an den Gästen und den Wirte­kollegen habe.» Und natürlich, dass sie gesund bleibe, denn nichts im Leben sei kostbarer, so Natalie Hoffmann. Weise Worte von einer erst 28-jährigen Frau, die aus eigener und tiefer Erfahrung spricht.

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