Ein ganzes Magazin über die alte Stans-Engelberg-Bahn

Die neue Ausgabe des Eisenbahn-Magazins «Semaphor» widmet sich der Stansstad-Engelberg-Bahn. Der Grossteil der Bilder stammt aus dem Archiv des heuer verstorbenen Stanser Eisenbahn-Kenners Diego Wyrsch.

Christian Hug
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Viermal jährlich erscheint das Magazin «Semaphor», das sich ganz den Eisenbahn-Klassikern verschrieben hat – die Herbstausgabe ist jeweils einer einzigen Bahn gewidmet. Dieses Jahr befasst sich das Magazin mit der Stansstad-Engelberg-Bahn: Die StEB, wie sie in der Kurzform hiess, nahm im Jahr 1898 ihren Betrieb auf und brachte Passagiere, die mit dem Schiff von Luzern nach Stansstad angefahren kamen, von der heutigen Schiffländi in Stansstad über Stans und Wolfenschiessen bis zum Luftkurort Engelberg. Die neue Bahn machte die alte Strassenbahn Stansstad–Stans überflüssig, deren Betrieb schliesslich 1903 eingestellt wurde.

Die StEB ihrerseits wurde mit der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn ersetzt, die 1964 mit dem Loppertunnel, einer neuen Linienführung und komplett neuem Rollmaterial Engelberg direkt mit Luzern verband.

64 Seiten lang arbeitet der Berner Autor und «Semaphor»-Redaktor Daniel Ammann die Geschichte der StEB auf. Er zeigt alte Wagenbaupläne, Fahrpläne und Billette, und wie es sich für Eisenbahnfans gehört, sind sämtliche Loks und Wagen akribisch mit ihren technischen Namen genannt.

Während Jahrzehnten Eisenbahnen fotografiert

Bei seiner Arbeit konnte er auf das umfangreiche Archiv des vor einem halben Jahr verstorbenen Stanser Eisenbahners Diego Wyrsch zurückgreifen, der von 1947 an während Jahrzehnten Eisenbahnen in der ganzen Schweiz fotografierte und dessen Sammlung in Eisenbahnhistoriker-Kreisen als äusserst wertvoll gilt. «Sein Fotoarchiv und seine Sammlung von alten Fahrplänen und weiteren Unterlagen sind ein Glücksfall für die Ausgabe über die Nidwaldner Eisenbahn», sagt denn auch Daniel Ammann. Wyrschs Bilder sind auch für Nicht-Eisenbahnfans wichtige Zeitdokumente.

Die Spezialausgabe des Magazins «Semaphor» über die Stansstad–Engelberg-Bahn ist an ­Kiosken oder via Internet  zum Preis von 27.50 Franken erhältlich.