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Ennetmooser spielen ein Stück voller Geheimnisse

Mit dem neuen Theaterstück «Alibi Buirehof» macht das Theater Ennetmoos einen Sprung in die Gegenwart. Das Bühnenstück handelt von einiger Bauernschläue und Schlitzohrigkeit.
Richard Greuter
Heidi Oberholzer (Karin Odermatt) kommt aus der Kur zurück und trifft auf Josef Müller (Peter Amstutz). (Bild: Richard Greuter (Ennetmoos, 16.1.2019))

Heidi Oberholzer (Karin Odermatt) kommt aus der Kur zurück und trifft auf Josef Müller (Peter Amstutz). (Bild: Richard Greuter (Ennetmoos, 16.1.2019))

Mit der neuen Produktion «Alibi Buirehof» regt die Theatergesellschaft Ennetmoos zum Schmunzeln und auch zum Nachdenken an. Acht Spieler und Spielerinnen zeigten an der Premiere vom Samstag eine geschlossene Gesamtleistung und ernteten während der Szenenabläufe und am Schluss der Vorführung grossartigen Applaus. Das Bühnenstück von Ralf Kaspari spielt in drei Akten in einer gemütlichen Bauernstube. Entworfen wurde das Bühnenbild von Christine Zumbühl.

Im Zentrum des Geschehens steht der schlitzohrige Grossvater Gustav Oberholzer (Sepp Amstutz). Vor einigen Tagen ist er mit dem Traktor in einen Laternenpfahl gefahren und hat sich dabei Prellungen an Bein und Rippen zugezogen. Nun ist er an den Stuhl gefesselt, will aber von einem Rollator als Gehhilfen nichts wissen.

Doch Sohn Karl Oberholzer (Andreas Gander), Fachleiter an einer Landwirtschaftlichen Schule, hat vorgesorgt. Da seine Frau Heidi Oberholzer (Karin Odermatt) in einer Kur weilt, hat er die Alterspflegerin Marion Schönbächler (Sarah Ettlin) engagiert, die sich um den Verletzten kümmern soll. Gusti ist wenig begeistert: «Jetzt ist der Drachen aus dem Haus, nun kommt eine andere Schreckschraube.» Doch die geschickte Pflegerin, die an der Uni studiert, findet einen guten Draht zu ihm.

Ungeliebte Schwester sorgt für Missstimmung

Die Komödie spielt in der Gegenwart. Die Geschichte um die Familie Oberholzer zeigt Parallelen zur heutigen Zeit, wo der ländliche Raum der Moderne weichen muss. So sieht es auch Greti Oberholzer (Eliane Gander), die plötzlich auftaucht, für Wirbel sorgt und zum Leidwesen aller auch noch ihr Wohnrecht beansprucht. Doch das ist noch nicht alles: Die ungeliebte Schwester kandidiert als Gemeindepräsidentin und möchte das beschauliche Dorf in einen Industriestandort verwandeln. Das gefällt natürlich nicht allen.

Während Greti Oberholzer eifrig auf Stimmenfang ist, geschieht auf dem Bauernhof Sonderbares. Karl Oberholzer, der zum Schulverwalter aufsteigen kann, lässt von seinem Freund Josef Müller (Peter Amstutz) wieder Vieh in seinen leerstehenden Stall bringen. Dies zum Entsetzen von Greti, die ja den Industriestandort anstrebt. Bald einmal steht die Kernfrage im Raum: Wie wird man diese Nervensäge wieder los? Nach und nach türmen sich Geheimnisse.

Was befindet sich im geheimnisvollen Paket, welches Heidi Oberholzer, die aus der Kur nach Hause kommt, von der Post mitbringt? Warum hat Pflegerin Marion eine Vorliebe für Kühe? Was will Markus (André Emmenegger), Sohn von Karl, der plötzlich nach Hause kommt und Marion für eine Einbrecherin hält? Was will Marions Mutter Daniela Schönbächler (Romy Waser), Vorsteherin einer Kunststiftung, auf dem Bauernhof. Wie ein Musikstück entwickelt sich das Theaterstück je länger desto mehr zum furiosen Crescendo.

Wachablösung in der Regie in Sicht

Vor einem Jahr feierte Regisseur Eugen Niederberger sein 20-Jahr-Jubiläum beim Theater Ennetmoos. Dieses Jahr wurde er von Monika Lussi, die sich demnächst weiterbilden will, tatkräftig unterstützt. Ob sich da eine Wachablösung anzeigt? «Früher oder später wird das schon ein Thema sein», erklärte Niederberger gegenüber unserer Zeitung. Andreas Gander feierte sein 10-Jahr-Bühnenjubiläum.

Weitere Aufführungen bis 17. Februar: Fr. 25. Jan. 20 Uhr, Sa. 26. Jan. 20 Uhr, So. 27. Jan. 14 Uhr, Sa. 2. Feb. 20 Uhr, So. 3. Feb. 14 Uhr, Sa. 9. Feb. 20 Uhr, So. 10. Feb. 14 Uhr, Fr. 15. Feb. 20 Uhr, Sa. 16. Feb. 20 Uhr, So. 17. 14 Uhr. Reservationen: Tel. 078 639 24 70. Weitere Infos auch online

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