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Ein Vollblutfasnächtler ist neuer Stanser Frohsinnvater

Das neue Frohsinnpaar Marlon I. und Margrit Imobersteg ist in sein neues Amt eingeführt worden. Für das Vorgängerpaar gab es am vergangenen Sonntag stehende Ovationen.
Richard Greuter
Das neue Zunftpaar Marlon I. und Margrit Imobersteg nach der Inthronisation, flankiert vom Ehrenpaar Samanta Imobersteg und Jan Langerer. (Bild: Richard Greuter (Stans, 27. Januar 2019))

Das neue Zunftpaar Marlon I. und Margrit Imobersteg nach der Inthronisation, flankiert vom Ehrenpaar Samanta Imobersteg und Jan Langerer. (Bild: Richard Greuter (Stans, 27. Januar 2019))

«Als Säuger, Brüter oder Federvieh, auf jeden Fall mit Liebe, Spass und Energie, ist Gross und Klein an der Fasnacht 2019 derbey.» Mit diesem Dreizeiler eröffnete der neue Frohsinnvater am vergangenen Sonntag in Stans die Fasnacht 2019. In einer feierlichen Zeremonie wurden Marlon I. und Margrit Imobersteg in ihr Amt als neues Frohsinnpaar eingesetzt. Als Frohsinnvater wird Marlon I. an der kommenden Fasnacht herrschen und als Vollblutfasnächtler der Fasnacht seinen Stempel aufdrücken.

Die ganze Feier drehte sich um sein Motto «Vom Hochwild zum Schürzenjäger». Da durfte auch Franz Käslin, der die Amtseinsetzung vollzog, nicht kneifen. Um seiner Aufgabe als Einsetzer in einem mottogerechten Outfit gerecht zu werden, lieh er sich kurzerhand eine Jäger-Uniform aus. Gleich zu Beginn fragte er Marlon Imobersteg wie bei einer Hochzeit, ob er gewillt sei, das Amt als Fasnachtsherrscher nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen? «Ja, ich will!», antwortete der künftige Frohsinnvater ohne zu zögern und somit konnten Tochter Samanta und Jan Langer mit der Einkleidung beginnen. Mit Fanfarenklängen von Pascal Burri um René Christen wurde er Stück für Stück mit den «Insignien der 5. Jahreszeit» eingekleidet. Sohn Kevin, seit der letzten Generalversammlung neuer Zeremonienmeister, verpasste ihm noch den letzten Schliff.

In seiner Antrittsrede richtete sich Marlon I. an seine Familie und speziell an Ehefrau Margrit. Zu seinem Vorgänger Niklaus II. und Christine sagte er: «Danke, dass wir eure Nachfolger sein dürfen.» In seiner Proklamation, als gesetzliche Fasnachtsgrundlage, drehte sich einiges um sein Herrschermotto. Dabei ist die Rede von Jagdrevier und Abschuss. Grossen Wert legte das Frohsinnpaar auf freundschaftliche Gespräche und persönliche Begegnungen – ohne Handy und Internet.

«Time to say goodbye»

Für den letztjährigen Frohsinnvater Niklaus II. und Christine hiess es am selben Abschied nehmen. Sören Schwitzky, Präsident der Frohsinngesellschaft Stans, lobte das letztjährige Herrscherpaar und dankte ihnen: «Mit Herzblut und Sympathie habt ihr den Frohsinn eindrücklich präsentiert.» Der abtretende Frohsinnvater bedankte sich bei den Fasnächtlern für viele schöne Begegnungen und meinte zum Schluss: «Time to say goodbye.»

Josef Durrer, bekannt als Happy-Seppi, war mit der Aussetzung betraut. Getreu dem Motto «Alpenrock» sorgte er nochmals für Alpenstimmung. Mit österreichischen Rock-Klängen veranstaltete er mit dem gesamten Publikum eine Polonaise durch den Pestalozzi-Saal. Angeführt von den Guugen Schärbehufe wurde das neue Frohsinnpaar nach erfolgter Inthronisation mit der Kutsche zur Turmatthalle geführt, wo die Festivitäten weiter gingen.

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