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Eingeklappter Schirm führte zum fatalen Absturz in Wolfenschiessen

Der tödliche Tandem-Gleitschirmunfall von Anfang Juni in Wolfenschiessen hat keine strafrechtlichen Folgen für den Piloten. Dies haben die polizeilichen Untersuchungen ergeben.
Oliver Mattmann
Zwei Gleitschirm-Piloten unterwegs im Brunnigebiet. (Symbolbild: Corinne Glanzmann)

Zwei Gleitschirm-Piloten unterwegs im Brunnigebiet. (Symbolbild: Corinne Glanzmann)

Bei einem Absturz eines Tandem-Gleitschirms am 1. Juni in Wolfenschiessen verlor ein aus dem Raum Zürich stammender Begleiter (35) sein Leben. Der Pilot (31) aus der Zentralschweiz wurde beim Aufprall aus rund 15 bis 20 Metern Höhe schwer verletzt. Er zog sich unter anderem einen Oberschenkelbruch, Kreuzbandriss, Rippenbrüche und Lungenquetschungen zu. «Er wird noch länger mit den Folgen des Unfalls zu kämpfen haben und weitere Operationen über sich ergehen lassen müssen», sagt Staatsanwalt Alexandre Vonwil. Er untersuchte, ob der Pilot beim Landeanflug Fehler begangen hatte, die womöglich zum Absturz führten, und deshalb ein Strafverfahren eingeleitet werden soll. Aufgrund der Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen sieht der Staatsanwalt nun davon ab, wie er auf ­Anfrage mitteilt. Da es sich um einen Prüfungsflug handelte, wurde dieser gefilmt. Diese Aufnahmen wurden ebenso konsultiert wie Experten und die Wetterdaten am Unfalltag. «Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit hat es dem Piloten aufgrund von unvorhersehbaren Luftverwirbelungen den Schirm eingeklappt, worauf er und sein Begleiter schnell an Höhe verloren und hart auf der Landewiese aufschlugen. Er hatte noch den Notschirm gezogen, doch aufgrund der geringen Höhe konnte sich dieser nicht entfalten», sagt Vonwil.

Das Wetter sei gut gewesen, es seien an jenem Tag zahlreiche andere Gleitschirme in der Luft gewesen. Auch habe der Pilot alle Voraussetzungen erfüllt gehabt, um zum Prüfungsflug anzutreten. Gemäss dem Staatsanwalt verzichten die Angehörigen des Verstorbenen auf eine Klage gegen den Piloten.

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