Einige Flüsse knapp unter Alarmwert

In den Kantonen Nid- und Obwalden weisen die Seen und Flüsse zurzeit hohe Pegelstände auf. Die Feuerwehren bleiben wachsam.

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Viel Wasser: Die Melchaa am Mittwoch in Sarnen. (Bild: Paul Küchler)

Viel Wasser: Die Melchaa am Mittwoch in Sarnen. (Bild: Paul Küchler)

Auf fast 470 Meter kletterte in den vergangenen Tagen der Wasserstand des Sarnersees – das sind fast 50 Zentimeter mehr als normal. «Das ist zwar ein hoher Wert, welcher aufgrund der intensiven Niederschläge zu erwarten war. Es ist aber noch nicht kritisch», sagt Peter Gautschi, Leiter Bevölkerungsschutz des Kantons Obwalden, auf Anfrage.

«Die Bäche und Flüsse führen zwar momentan aussergewöhnlich viel Wasser, sind aber nicht über das Bachbett getreten.» Beruhigend sei auch die Tatsache, dass sie kein Geröll mitführten. Die Lage würde aber zurzeit besonders gut überwacht. Für die nächsten Tage rechnet Peter Gautschi wegen des prognostizierten schönen Wetters mit einer weiteren leichten Entspannung der Lage.

Vollständige Entwarnung sei aber noch nicht angebracht. «Das Land ist mit Wasser gesättigt. Wenn es jetzt zwei Tage hintereinander heftig regnet, könnte es kritisch werden.»

Kritische Werte bei Engelbergeraa

Im Kanton Nidwalden wurde es in der Nacht auf Donnerstag entlang der Engelbergeraa kritisch. «Die Abflussmenge lag knapp unter dem Alarmwert von 80 Kubikmetern pro Sekunde. Es fehlten nur noch etwa 15 Kubikmeter pro Sekunde bis zum ersten Alarmwert», sagt Xaver Stirnimann, Chef vom kantonalen Führungsstab Nidwalden. «Glücklicherweise regnete es im Einzugsgebiet von Engelberg nicht so stark, und der Alarmwert wurde nicht überschritten.»

Matthias Piazza / Neue NZ