Einschränkungen

Kirchen hoffen auf Ausnahme für die Festtage

Die Nidwaldner Regierung berät über eine temporäre Erhöhung der Besucherzahl in Kirchen.

Martin Uebelhart
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Wie kann man an den Weihnachtstagen Gottesdienste in den Kirchen feiern? Diese Frage stand im Zentrum eines Treffens von Exponenten der Kirchen in Nidwalden und mit einer Delegation des Kantons. Teilgenommen hat auch Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger. «Es herrschte eine konstruktive Stimmung», sagt sie gegenüber unserer Zeitung. Die Vertreter von Katholiken, Reformierten und Freikirchen hätten ihre Anliegen vorbringen können.

Den Wunsch der Kirchen, am 24., 25. und 26. Dezember 50 anstatt 30 Personen an Gottesdiensten teilnehmen lassen zu können, habe sie in der gestrigen Sitzung dem Regierungsrat präsentiert. Entschieden ist noch nichts. «Es braucht dazu eine Änderung der kantonalen Covid-19-Verordnung», so Blöchliger. Ihre Direktion werde diese Anpassung auf die kommende Sitzung der Regierung hin vorbereiten.

«Ich sehe das Bedürfnis der Menschen, an Weihnachten zusammenkommen zu können, gemeinsam feiern zu können», sagt die Regierungsrätin. «Mehr als 50 Teilnehmer an einem Gottesdienst können wir nicht bewilligen», betont sie. Das widerspräche dem Bundesrecht. Im Auge behalten müsse man auch die Frage, ob diese temporäre Erhöhung der Obergrenze für Gottesdienste als Präjudiz für andere Veranstaltungen wahrgenommen werden könnte.

Regelung kann kurzfristig zurückgezogen werden

Selbst wenn der Regierungsrat eine Ausnahme für die drei Weihnachtstage beschliessen sollte, könnte diese aufgrund der epidemiologischen Lage kurzfristig wieder gekippt werden. «Dessen sind sich die Vertreter der Kirchen bewusst», hält Michèle Blöchliger fest.

Von einem guten Gespräch berichtet auch der Nidwaldner Dekan Melchior Betschart. «Es ist nicht in erster Linie darum gegangen, eine Lösung zu finden», sagt er auf Anfrage. Vielmehr sei der gegenseitige Austausch im Vordergrund gestanden. «Die Kirchen wünschen sich, dass die Einschränkungen für Gottesdienste so weit wie möglich gelockert werden.»