EMMETTEN: Initianten für geplantes Hotel stehen im Regen

Der Emmetter Gemeinderat lehnt das geplante Feriendorf ohne genaue Begründung ab. So nicht, kritisieren Bürger und gehen in die Offensive.

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Der Holländer Johannes B. Meyers (Mitte) mit Urs Schaub, Direktor Hotel Seeblick Emmetten und Präsident Tourismus Emmetten (links), und Stefan Vonlanthen von den Unit Architekten, Hergiswil. (Bild Luca Wolf/Neue NZ)

Der Holländer Johannes B. Meyers (Mitte) mit Urs Schaub, Direktor Hotel Seeblick Emmetten und Präsident Tourismus Emmetten (links), und Stefan Vonlanthen von den Unit Architekten, Hergiswil. (Bild Luca Wolf/Neue NZ)

Johannes B. Meyers versteht die Welt nicht mehr. «Mein Hotelprojekt wird vom Gemeinderat unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt.» Dabei gehe aus einer von ihm in Auftrag gegebenen Marktanalyse und Machbarkeitsstudie klar hervor, dass sein im Gebiet Buotigen in Emmetten geplantes Feriendorf wirtschaftlich betrieben werden könne und ein Gewinn für die ganze Tourismusregion sei. Seit fünf Jahren versucht Meyers, das mittlerweile von 70 auf 58 Millionen Franken redimensionierte Projekt zu verwirklichen. Doch von Seiten des Emmetter Gemeinderates blies ihm von Beginn weg ein kalter Wind ins Gesicht.

Studie sorgt für rote Köpfe
Am Donnerstagnachmittag nun teilte der Gemeinderat mit, dass er die fürs Projekt nötige Einzonung nicht unterstütze. Die Ergebnisse einer zusätzlich in Auftrag gegebenen Studie hätten ihn dazu bewogen. So sei die Grössenordnung des Projekts «nicht marktkonform», die Anlage wohl «nicht Gewinn bringend» sowie das Risiko eines Scheiterns zu gross. Doch von wem diese Studie ist, die zu anderen Schlüssen kommt als jene von Meyers, und was genau drin steht dazu erfährt man nichts. «Der Gemeinderat hat beschlossen, dass diese Studie ein internes Papier bleibt und die detaillierten Ergebnisse nicht nach aussen kommuniziert werden», erklärt Gemeindepräsident Valentino Tramonti.

Bevölkerung wird kaum informiert
Über diesen Entscheid reibt sich nicht nur Meyers verwundert die Augen, der sagt: «Auch wir durften diese ?Studie? nicht sehen das ist doch unglaublich.» Selbst dem Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor Gerhard Odermatt, der sich zusammen mit dem kantonalen Wirtschaftsförderer Hans-Peter Lüthi für Meyers einsetzen wollte, wurde Einsicht in die Studie verwehrt. Odermatt begrüsst das geplante Feriendorf. Es sei eine «grosse Chance für die ganze Tourismusregion».

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.