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EMMETTEN: Platzmangel macht Nachtarbeit nötig

Die grösste Herausforderung bei der Sanierung der Kantonsstrasse ist das Bauen unter Verkehr – die einzige Strasse nach Emmetten muss offen bleiben.
Philipp Unterschütz
Belagseinbau im Bereich Schöneck auf der Kantonstrasse nach Emmetten. (Bild Corinne Glanzmann)

Belagseinbau im Bereich Schöneck auf der Kantonstrasse nach Emmetten. (Bild Corinne Glanzmann)

Philipp Unterschütz

Da kommen auch gestandene Strassenbauer ins Schwitzen. Bei rund 30 Grad Aussentemperatur bauen sie auf der Hauptstrasse nach Emmetten einen neuen Deckbelag ein. Dieser geht mit gut 180 Grad auf die Einbaumaschine, die Luft über der Strasse flirrt vor Hitze. Rund 60 Jahre alt ist die Strasse nach Emmetten, der Deckbelag wurde vor 29 Jahren letztmals ersetzt. «Ein Deckbelag hat normalerweise eine Lebensdauer von 25 Jahren, die Binderschicht und Tragschicht rund 40 Jahre. Die Strasse hier hatte also eine längere Lebensdauer als erwartet», erklärt Bauleiter Anton Käslin vom kantonalen Tiefbauamt. Das liege wohl auch daran, dass es nach dem Schwerverkehrsaufkommen wegen des Baus des Seelisbergtunnels wesentlich ruhiger geworden sei. «Die Sanierungen richten sich aber nicht nach Jahren, sondern nach dem Zustand. Alle fünf Jahre werden die gesamten 70 Kilometer unserer Kantonsstrassen beurteilt. Diese Vergleichswerte lassen uns erkennen, wo und warum Veränderungen, wie beispielsweise Risse, auftreten und welche Massnahmen nötig sind.»

Auch Nachtarbeiten sind nötig

Seit vergangenem Montag sind die Strassenbauer daran, im rund 700 Meter langen Abschnitt Schöneck bis Buotigen auf der originalen Fundation die Schichten neu einzubauen. Die Arbeiten, die rund 400 000 Franken kosten, dauern bis am 31. Juli. Während dieser Zeit ist die Strasse nur einspurig befahrbar. «Das Bauen unter Verkehr ist auch hier die grösste Herausforderung», sagt Käslin. Der Verkehrsdienst müsse schon ab und zu mal Leute rügen, die zu wenig Rücksicht auf die Baustelle nehmen. Behinderungen seien am ehesten spürbar während der Stosszeiten wegen des Berufsverkehrs. Der öffentliche Verkehr mit den Postautos werde bevorzugt.

Ab Wendeplatte bis Buotigen erfolgen die Arbeiten nachts, und die Strasse ist ab dem 24. Juli jeweils von 21.30 bis 4 Uhr für Lastwagen und Busse gesperrt. «Da ist es zu schmal, dass zwei grosse Fahrzeuge kreuzen können. Weil tagsüber doch etliche Reisebusse die Stelle passieren, arbeiten wir nachts», erklärt Bauleiter Anton Käslin und weist darauf hin, dass man das auch mit dem Tourismus und den Hotels so abgesprochen habe. Anwohner und Bevölkerung seien genau informiert worden, Reklamationen gab es bisher keine. «Sie verstehen, dass die Sanierung nötig ist. Und sie wissen auch, dass sie danach wieder 25 Jahre Ruhe haben.»

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