Emmetten sagt Ja zu Landverkauf

In Emmetten wird ein Landverkauf an die Genossenkorporation mit 258 Ja zu 81 Nein angenommen. Auf dem Grundstück will die Korporation die Heizzentrale für ihren Wärmeverbund erstellen. Die Stimmbeteiligung betrug gerade mal 34 Prozent.

Marion Wannemacher
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Die Genossenkorporation Emmetten plant auf dem Grundstück mit dem Holzhaus eine Heizzentrale. (Bild PD)

Die Genossenkorporation Emmetten plant auf dem Grundstück mit dem Holzhaus eine Heizzentrale. (Bild PD)

Ursprünglich hatte die Gemeinde das Grundstück bei der Egg oberhalb der Talstation der Niederbauen-Bahn behalten und im Baurecht der Korporation zur Verfügung stellen wollen. Das scheiterte allerdings an den zu unterschiedlichen Vorstellungen über den Baurechtszins. Daraufhin entschied sich die Gemeinde, das Land zu verkaufen, nachdem sie von ursprünglichen Plänen abgerückt war, die Heizzentrale in die Planung des gemeindeeigenen neuen Werkhofs auf dem benachbarten Areal einzubeziehen.

Am Sonntag nun haben die Emmetter Stimmbürger dazu deutlich grünes Licht erteilt mit 258 Ja- zu 81 Nein-Stimmen. Somit kann der Verkauf der 1020 Quadratmeter grossen Parzelle an die Genossenkorporation zum Preis von 306'000 Franken über die Bühne gebracht werden. Auf dem Grundstück bei der Egg soll eine Heizzentrale für ein Wärmeverbund-Projekt entstehen.

Nein, er persönlich sei sich über den Ausgang des Abstimmungsergebnisses nie sicher gewesen, sagte Genossenvogt Markus Würsch am Sonntag auf Anfrage. «Ich bin höchst erfreut über das klare Bekenntnis von Dreiviertel der Stimmenden zum einheimischen Holz und Gewerbe.» Mitte November könne nun an einer ausserordentlichen Korporationsversammlung der Baukredit beantragt werden. Für die Umzonung der Parzelle im kommenden Frühling sei er wegen der geleisteten Vorgespräche mit Kanton und Gemeinde guten Mutes, sagte Markus Würsch.

Ebenfalls im Frühling sei geplant, die definitiven Baugesuche einzugeben. Voraussichtlich sei Baubeginn bis Herbst 2019 und Inbetriebnahme im Herbst 2020. Der Wärmeverbund werde an die 75 Haushaltungen versorgen, darunter auch jene der Überbauung Bergrausch, deren Baubeginn Mitte Oktober ist.