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EMMETTEN: Stanser Bergretter ersetzen notfalls den Heli

Wenn eine der 30 Seilbahnen in Nidwalden stillsteht und wegen schlechten Wetters kein Heli fliegt, evakuiert die Rettungsstation Stans die Passagiere vom Boden aus.
Die Rettungsstation Stans übt bei der Waldibahn in Emmetten die Evakuierung von eingeschlossenen Fahrgästen. (Bild: PD)

Die Rettungsstation Stans übt bei der Waldibahn in Emmetten die Evakuierung von eingeschlossenen Fahrgästen. (Bild: PD)

Auch wenn die Seilbahnrettung schon seit der Gründung der Rettungsstation Stans vor 15 Jahren ein wichtiges Thema ist – immer wieder müssen in Nidwalden beispielsweise Gleitschirmflieger gerettet werden, die sich in Bäumen oder Bahnseilen verhängt haben –, wird regelmässig geübt. Im Ernstfall sollen Rettungen auch wirklich gelingen.

Am vergangenen Samstag wurde die Waldibahn in Emmetten zum Schauplatz einer dieser Übungen. Als Erstes nahm der Einsatzleiter das Bergungskonzept zur Hand. Im Rahmen des neuen Zusammenarbeitsvertrages wurden die Bergungskonzepte aller Bahnen im Einsatzgebiet überarbeitet. Diese enthalten wichtige Informationen zur jeweiligen Anlage und führen spezielle technische Gegebenheiten auf: wo die Anlage steht, wie man zur Bergstation respektive zu den Stützen gelangt oder wie das Terrain unter der Seillinie aussieht. Auch das Notantriebssystem sowie die Telefonnummern des Bahnpersonals oder der technischen Leitung sind Teil des Dossiers. Ein vollständiges Bergungskonzept ist entscheidend für eine erfolgreiche Bergung.

Welche Variante die beste zur Bergung von Personen in den Bahnen ist, hängt von diversen Faktoren ab: Standort der Kabine(n), Wetter, Tageszeit und Gelände spielen eine Rolle. Die grösste Aufmerksamkeit jedoch gilt den Personen, die es zu evakuieren gilt. Die Waldibahn ist eine ideale Anlage zum Üben von verschiedenen Bergungsarten.

Höchste Konzentration bei der Evakuierung

Die am häufigsten eingesetzte Variante ist die, dass der Retter mit einem speziellen Fahrgerät auf dem Zugseil zur Kabine gelangt. Einige Retter haben beruflich mit Seil und Höhenarbeit zu tun, trotzdem ist bei diesem Manöver höchste Aufmerksamkeit erforderlich. Ein Fehler kann gravierende Folgen haben.

Die angewandte Bergungstechnik ist überall ähnlich, trotzdem gibt es immer wieder Besonderheiten oder Kleinigkeiten, die anders sind. Diese Details sind für die Retter wichtig und kommen erst bei einer Übung zum Vorschein.

Andere Bergungsarten sind einfacher und werden eher selten angewendet, aber auch diese wurden an der Waldibahn geübt. Am Samstag zeigte es sich: Passagiere von Nidwaldner Bahnen brauchen sich keine Sorgen zu machen – auch im Falle eines technischen Zwischenfalls kommen sie unbeschadet und sicher ans Ziel. (pd/red)

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