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EMMETTEN: Und so muss es zur Vermählung kommen

Der Gemeinderat will die Einheitsgemeinde. Jetzt ist klar, wieso.
Ohrengrübel
Der Dorfplatz von Emmetten - bald auch ein Sportplatz für die Schulgemeinde? (Bild Ohrengrübel)

Der Dorfplatz von Emmetten - bald auch ein Sportplatz für die Schulgemeinde? (Bild Ohrengrübel)

Ohrengrübel

Der Schock sass tief an diesem denkwürdigen 30. November: Die Emmetter gönnen ihrer Obrigkeit kein neues Gemeindehaus auf dem Dorfplatz, der jetzt nicht mehr als ein Autoparkplatz ist. Nichts da mit einem schönen, hellen Büro mit Ausblick auf den Dorfplatz anstelle der in die Jahre gekommenen miefigen Amtsstube. «Wenn ihr schon das Länderhuis schliesst, gönnen wir euch auch keine neue Residenz», war wohl der Tenor des Volkes. Nun war guter Rat teuer, die Verzweiflung gross. Ist die Führungskraft in Zukunft noch gewährleistet? Schnell waren sich die sechs Räte einig: Nein. Und so ging man in der Not bis zum Äussersten und klopfte in der Höhle des Löwen, beim Schulrat, an. Man habe gehört, dass dieser seine zwei Schulhäuser sanieren und das dritte gar abreissen und neu bauen wolle. Fast etwas verlegen eröffnete Valentin Zwischendenbergen Ursus Miller den Vorschlag: Die Gemeindeverwaltung solle in den ersten Stock des neuen Schulhauses einziehen. Platz habe es dann ja schliesslich genug.

Noch immer zwei Paar Schuhe

So einfach gehe das dann schon nicht. Schliesslich seien Schul- und politische Gemeinde noch immer zwei Paar Schuhe. Und wo denn der gegenseitige Nutzen sei, entgegnete Miller. So zog also Zwischendenbergen erst einmal unverrichteter Dinge wieder von dannen. Und hirnte, wie der Handel doch noch zu Stande kommen könnte. Und da kam den glorreichen Sieben die goldene Idee. Wenn die Emmetter schon nichts aus ihrem leeren Dorfplatz machen wollen, sollen wenigstens die Schulkinder etwas davon haben. Aus dem nüchternen Parkplatz soll ein Sportplatz werden für den Turnunterricht. Denn schliesslich wolle man auch nicht nur die Nummer eins im Kanton Nidwalden sein, wenn es ums frei verfügbare Einkommen geht. Nein, auch bei der Fitness der Kinder und Jugendlichen wolle Emmetten die Nase vorn haben – schliesslich ergab ja unlängst ein Fitnesstest, dass es diesbezüglich im Kanton nicht gut steht.

Und weil die Zusammenarbeit zwischen Politik und Bildung mit einer Einheitsgemeinde einfacher ist, weibelt der Gemeinderat nun beim Stimmvolk für die Zusammenlegung. Und so hört man hinter vorgehaltener Hand, die Argumente hätten sogar schon den Schulrat von einer Vermählung überzeugt.

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