EMMETTEN/ARIZONA: Milke hofft auf baldige Freiheit

Debbie Milke sitzt seit 23 Jahren in einem US-Gefängnis und musste sogar schon ihre Hinrichtung proben. Jetzt scheint ihre Freilassung kurz bevorzustehen.

Daniel Schriber
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Debbie Milke's Mutter, Renate Janka, kämpft für die Freiheit ihrer Tochter. (Archivbild) (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Debbie Milke's Mutter, Renate Janka, kämpft für die Freiheit ihrer Tochter. (Archivbild) (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Kommt Debbie Milke bald frei? Ihre Chancen standen jedenfalls noch nie so gut. Seit dem 14. März sitzt die heute 49-jährige Frau, die vor 23 Jahren wegen Anstiftung zum Mord an ihrem 4-jährigen Sohn verhaftet worden war, ohne rechtskräftiges Urteil im Gefängnis. Das vor vielen Jahren ausgesprochene Todesurteil wurde vom Bundesberufungsgericht in San Francisco für nichtig erklärt. Dies unter anderem deshalb, weil es keine stichhaltigen Beweise gegen Debbie Milke vorliegen.

Milkes Mutter Renate Janka strotzt seit jenem Tag im März vor Zuversicht. Die schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin mit Wohnsitz in Emmetten kämpft seit Jahren für ihre Tochter. Gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag» sagt Janka: «Wir glauben fest daran, dass der Alptraum bald zu Ende ist.» Die krebskranke Rentnerin träumt davon, ihre Tochter bis Ende Jahr in die Arme schliessen zu können.

Unklar ist, wie es für Debbie Milke nach ihrer Freilassung weitergehen wird. Renate Janka könnte sich gut vorstellen, ihre Tochter in Emmetten «behutsam an die Welt heranzuführen».

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