Emmetter Todesfall kommt vor Gericht

2 Monate bedingt will der Staatsanwalt im Fall der vor zwei Jahren getöteten Frau für ihren damaligen Lebenspartner.

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Der mysteriöse Todesfall, der sich am Abend des Pfingstmontags 2010 ereignet hat, sorgte tagelang für Schlagzeilen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Nidwalden dem Kantonsgericht die Anklageschrift eingereicht.
Der Tod der damals 48-jährigen Frau war das Resultat einer Eskalation, die sich während des ganzen Tags entwickelt hatte. Nach einem Streit ums Abendessen hatte die Frau ihren Lebenspartner mit einem Messer bedroht. Anschliessend führten beide Telefonate, in denen sie ihren Gesprächspartnern von den Streitereien erzählten. Schliesslich fanden sie sich – beide alkoholisiert – im Schlafzimmer wieder, wo die Frau eine geladene Pistole ihres Partners gegen ihren Kopf richtete. Als der Mann die Waffe umfasste, kam er versehentlich mit einem Finger an den Abzug, worauf sich der tödliche Schuss löste.

Die Staatsanwaltschaft beantragt für den heute 37-jährigen Mann eine bedingte Freiheitsstrafe von 12 Monaten wegen fahrlässiger Tötung, begangen in verminderter Schuldfähigkeit, und mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Da sich Verteidigung und Staatsanwaltschaft im Vorfeld geeinigt haben, soll der Fall im abgekürzten Verfahren abgewickelt werden. Stimmt das Gericht zu, findet bei der Verhandlung keine Beweisaufnahme statt.

Martin Uebelhart / Neue OZ

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