ENERGIE: Die Strompreise steigen um rund 10 Prozent

Das kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) erhöht den Strompreis um durchschnittilch 10 Prozent. Die Preiserhöhung im Zusammenhang mit der Strommarktöffnung tritt auf den 1. Januar 2009 in Kraft.

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(Symbolbild Keystone)

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Ein 4-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden (kWh) müsse pro Jahr rund 105 Franken mehr für die Stromrechnung bezahlen, heisst es in einer Medienmitteilung des EWN vom Montag. 1994 hat das EWN zum letzten Mal die Energiepreise angepasst. Seither konnten Strompreiserhöhungen laut Mitteilung durch Effizienzsteigerungen und Optimierungen verhindert werden.

Die Preiserhöhung hängt mit der Strommarktöffnung zusammen. Mit ihr gehen Betrieb und Überwachung des Höchstspannungsnetzes an die nationale Netzgesellschaft Swissgrid über. In der Erhöhung eingeschlossen sind neue Kostenelemente wie die gesetzlichen Förderabgaben für erneuerbare Energien, die Systemdienstleistungen SDL der Swissgrid sowie Mehrkosten aus der Beschaffung elektrischer Energie.

Zwei Stunden längere Niedertarifzeit
Obwohl das EWN über eigene Produktionsanlagen und Beteiligungen verfügt, muss für die Deckung des Energiebedarfs vor allem im Winterhalbjahr Energie zugekauft werden. So werden die Beschaffungspreise im 2009 um 50 Prozent ansteigen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dies führe zu einer weiteren Verteuerung der Kundentarife.

Im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Energiepreise wird ab 2009 die Dauer der Niedertarifzeit von bisher 8 Stunden auf 10 Stunden erhöht. Dies erlaubt den Kunden, ab 21 Uhr von den tieferen Energiepreisen zu profitieren.

sda/ana