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Nidwaldner Energiegenossenschaft steht jetzt unter Strom

Mit der Solaranlage am Bergli hat die Energiegenossenschaft ihr erstes Projekt vollendet. Und bereits stehen weitere Projekte an.

Die 21 Mitglieder der Energiegenossenschaft «Eysi Energii GEN» hielten ihre zweite Generalversammlung am Donnerstag im Pfadiheim in Stans ab. Symbolträchtiger hätte der Versammlungsort nicht sein können. Denn auf dem Dach des Pfadiheims liefert seit wenigen Tagen eine 180 Quadratmeter grosse Solaranlage Strom ins öffentliche Netz des Elektrizitätswerks Nidwalden.

Mit einer erwarteten Jahresleistung von rund 28 000 Kilowattstunden können sieben Haushaltungen mit Strom versorgt werden. Damit ist das erste Projekt der im Herbst des Jahres 2016 gegründeten ersten Nidwaldner Energiegenossenschaft Realität.

Kompetenzzentrum geplant

Die weiteren Traktanden widmeten sich aber nicht dem Erreichten, sondern Zukunftsplänen. So soll ein Nidwaldner Kompetenzzentrum für Sonnenenergie aufgebaut werden. Mit dem neuen kantonalen Energiegesetz, das voraussichtlich 2020 in Kraft treten soll, müsse der Hausbesitzer einen gewissen Anteil der benötigten Energie selber beisteuern, erläutert Genossenschaftspräsident Max Ziegler. Bereits ab diesem Herbst sollen Bürger bei der Energiegenossenschaft Tipps und Tricks rund ums Sanieren von Gebäudehüllen oder die Installation von Solarzellen für die Stromproduktion oder thermische Anlagen für die Wärmegewinnung erhalten.

Zudem gab es Neuigkeiten von fünf jungen Nidwaldner Frauen, die im Rahmen ihres Studiums an der HSG St. Gallen Visionen zum Thema Elektromobilität für Nidwaldner KMU skizzierten. Max Ziegler zeigt sich vom Ansatz begeistert – nur schon wegen des grossen Potenzials. «Im Kanton gibt es rund 500 Lieferwagen, die auf Elektromobilität umgestellt werden könnten, da 80 Prozent dieser Tagesfahrten kürzer als 100 Kilometer sind.» Auch finanziell solle sich die Umstellung lohnen. «Der Kilometerpreis dürfte sich um rund 30 Prozent reduzieren, selbst wenn sich der Unternehmer dafür eine eigene Solaranlage leistet», ist Max Ziegler überzeugt. Noch seien es erst Visionen, «aber viel wichtiger ist, dass wir mit unserer Genossenschaft junge Leute zum Nachdenken anregen konnten.»

Thomas Käslin ersetzt Christian Bircher

An der Gewerbe- und Erlebnisausstellung Iheimisch, die vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 auf dem Flugfeld Buochs stattfindet, will sich die Energiegenossenschaft der breiten Öffentlichkeit präsentieren und um weitere Mitglieder und Gönner werben.

Die Rechnung des ersten Geschäftsjahres schloss mit einem Gewinn von 492 Franken ab. In der Verwaltung kam es zu einem Wechsel. Thomas Käslin, Geschäftsführer der Firma E-Man AG in Hergiswil, ersetzt Christian Bircher, der bis Ende April Direktor des Elektrizitätswerks Nidwalden war.

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