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ENNETBÜRGEN: Älpler: Wassermangel als Sorge

Viel Publikum empfing die Älpler und ihre Tiere bei ihrer Rückkehr ins Tal. Sie erlebten einen schwierigen Sommer.
Matthias Piazza
Marco Gabriel zieht mit seinen Tieren in Ennetbürgen ein – sie verbrachten den Sommer auf dem Buochserhorn (Ochsenweid). (Bild Christoph Riebli)

Marco Gabriel zieht mit seinen Tieren in Ennetbürgen ein – sie verbrachten den Sommer auf dem Buochserhorn (Ochsenweid). (Bild Christoph Riebli)

Matthias Piazza

Geduldig und gespannt säumten viele Zuschauer am Samstag die Buochserstrasse. Und sie wurden belohnt: So schön, wie der Sommer war, waren auch die prächtig geschmückten Viehsenten, die von den Alpen zurückkehrten.

«Ich musste ein wenig improvisieren», blickt Marco Gabriel auf den Alpsommer 2015 zurück, der für ihn wie auch für die anderen Älpler der Ennetbürger Alpgenossenschaft mit dem Alpabzug zu Ende ging. Seit elf Jahren bewirtschaftet er die Alp Ochsenweid auf dem Buochserhorn. Doch einen solchen Sommer habe er noch nie erlebt. Er spricht den Wassermangel an, der ihm täglich rund eine Stunde Mehrarbeit beschert habe. «Ich musste Wasser umleiten, Schläuche legen, weil die Quellen nicht mehr genügend hergaben.» Aus dem Tritt gebracht habe ihn diese ungewöhnliche Situation nicht. «Man ist jeden Tag dem Wetter ausgesetzt, da muss man auf alles gefasst sein.» Keinen Schaden wegen der Trockenheit habe das Gras genommen – im Gegenteil. «Bei trockenem Gras gibts weniger Trittschäden.» Nicht so Freude, besonders in diesem Sommer, habe er an Hunden gehabt, die im Trog badeten und so das «Trinkwasser» für die Kühe verschmutzten. «Rund 1000 Liter Wasser werden so unbrauchbar.»

Das Schild auf dem Wagen gibt an, von welcher Alp die Tiere und Älpler zurück kehren. (Bild: Christoph Riebli)
Diese Tiere kehren von der Wissifluh in Wolfenschiessen zurück. Begleitet werden sie jeweils von deren Besitzern, Hirten oder Helfern. (Bild: Christoph Riebli)
Die Tiere von der Ochsenweid auf dem Buochserhorn ziehen ebenfalls durch Ennetbürgen. (Bild: Christoph Riebli)
Dieses Tier verbrachte den Alpsommer auf der Wissifluh in Wolfenschiessen und kommt nun ins Tal zurück. (Bild: Christoph Riebli)
Den beiden Hirten folgen die Tiere von der Ochsenweid auf dem Buochserhorn zurück ins Tal. (Bild: Christoph Riebli)
Auch diese reich geschmückten Tiere verbrachten Sommer auf der Ochsenweid auf dem Buochserhorn. (Bild: Christoph Riebli)
6 Bilder

Alpabzug Ennetbürgen

Zisternenanhänger eingesetzt

Das Problem des Wassermangels bestätigt auch Peter Huser, der von der Genossenkorporation Ennetbürgen für die sechs Alpen zuständig ist (vier befinden sich auf Oberdorfer, je eine auf Wolfenschiesser und Emmetter Boden).

«Die Älpler mussten teilweise mit Zisternenanhängern Wasser zuführen», erzählt er. «Viele Quellen versiegten oder führten aussergewöhnlich wenig Wasser. Es wurde teilweise knapp mit der Versorgung.» Die Mehrkosten betrugen für die Genossenschaft mehrere tausend Franken. Auch musste mehr Zeit aufgewendet werden, um Quellfassungen zu optimieren. «Und selbst jetzt sind die Wasserstände in den Reservoiren noch auf einem zu tiefen Stand.»

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