Ennetbürgen
Das Defizit ist kleiner als befürchtet

Neben den Rechnungen geht's am 13. Juni auch um die Sanierung der ARA in Buochs.

Matthias Piazza
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Das Gemeindehaus Ennetbürgen.

Das Gemeindehaus Ennetbürgen.

Bild: Matthias Piazza (15. Juni 2020)

Wegen der Pandemie stimmen die Ennetbürger auch dieses Jahr an der Urne über ihre Rechnung ab. Unterschiedliche Gründe trugen dazu bei, dass Projekte nicht umgesetzt und das Defizit mit 686'000 Franken um rund 230'000 Franken tiefer ausfiel als budgetiert. Dies bei einem Aufwand von 17,22 Millionen Franken. «Viele Anlässe wurden abgesagt, aber auch weitere Minderaufwendungen und Mehreinnahmen beeinflussten das Ergebnis massgebend», sagt dazu Gemeinderätin Daniela Lüthi. «Mit der Senkung des Steuerfusses auf das Jahr 2020 hat die Gemeinde bewusst ein Defizit geplant, um so die vorhandenen Eigenmittel zu reduzieren.»

Investiert wurde im vergangenen Jahr für 2,52 Millionen Franken. 1,2 Millionen Franken weniger als vorgesehen. Dies sei hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Projekte günstiger als geplant waren oder verschoben wurden, heisst es in der Botschaft. Das Pro-Kopf-Vermögen betrug Ende vergangenen Jahres 1311 Franken.

Ein Plus von 96'900 Franken gab's hingegen bei der Kirchgemeinde. Damit ist der Gewinn 69'900 Franken höher als budgetiert. Dazu trugen die Pandemie und die Verzögerung bei einem Neubauprojekt wesentlich bei, wie der Kirchenrat schreibt. Zudem fielen viele geplante Anlässe aus. Insgesamt wurde für 3,3 Millionen Franken investiert. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 703 Franken.

2 Millionen für die Sanierung der ARA

Zudem stimmen die Ennetbürger am 13. Juni auch über ihren Anteil von 2,01 Millionen Franken ab, für die Sanierung der ARA Aumühle in Buochs (wir berichteten). Denn die Kosten von 7,128 Millionen Franken werden im Verhältnis des verrechneten Frischwasserverbrauchs auf die vier Verbandsgemeinden aufgeteilt. Die Buochser Bürger haben ihrem Anteil von 2,77 Millionen Franken an ihrer Gemeindeversammlung vom 18. Mai zugestimmt. Emmetten stimmte seinem Beitrag von 0,72 Millionen am 27. Mai zu, Beckenried über jenen von 1,62 Millionen einen Tag später. Stimmen sämtliche Verbandsgemeinden dem Projekt zu, geht's an die Detailplanung und die Auftragsvergabe. Sollte auch das Baubewilligungsverfahren glatt über die Bühne gehen, fahren Ende nächsten Jahres die Baumaschinen auf. Es wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet.

Die Botschaft finden Sie hier.