ENNETBÜRGEN: Die Flugblatt-Verfasser sollen sich zeigen

In Ennetbürgen kursierte vergangene Woche ein Flugblatt mit dem Titel «Gegen reiche auswärtige Zuzüger». Gemeindepräsident Albert Blum wünscht sich, dass sich die anonyme Autorschaft zu erkennen gibt.

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Albert Blum, Gemeindepräsident von Ennetbürgen. (Bild Heidi Odermatt/Neue ZZ)

Albert Blum, Gemeindepräsident von Ennetbürgen. (Bild Heidi Odermatt/Neue ZZ)

Unter anderem wurde das Flugblatt an Bäume und Strassenlaternen geklebt oder an frequentierten Orten auf den Boden gestreut. Inhaltlich richtet sich das Flugblatt gegen die «Überbauung Bürgenberg», mit der Fremde angezogen würden. Vorgeworfen wird, dieses «Naherholungsgebiet» werde «auswärtigen Snobs geopfert», da der Gemeinderat nur das «Kapital» und nicht die durch Zuwanderung gefährdete «Tradition» sehe. Wir fragten den Ennetbürger

Gemeindepräsidenten Albert Blum, was es mit dem Flugblatt für eine Bewandtnis haben könnte. Haben Sie Vermutungen, wer hinter diesem Flugblatt steckt?

Albert Blum: Vermutungen hat man immer. Mit solchen kann man aber danebenliegen. Begrüssenswert wäre es, wenn die Verfasser ihre Anonymität lüften und ein konstruktives Gespräch suchen würden.

Der Inhalt des Flugblattes ist klar: Für kapitalstarke Häuslebauer werde das Naherholungsgebiet Bürgenstock geopfert. Ist dem in Ennetbürgen so?

Blum: Nein. Der Bürgenstock mit seiner Hotellerie und dem herrlichen Naherholungsgebiet soll und muss weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Das ist von Investoren und den Planern allen zuständigen Instanzen auch immer wieder zugesagt worden. Nicht abzustreiten ist, dass in den letzten Jahren in Ennetbürgen die Bodenpreise stark gestiegen sind und die vorhandenen Landressourcen immer knapper werden.

Die Autoren beklagen zudem, dass die lokale Tradition verloren gehe, weil immer mehr Fremde zuwandern.

Blum: Wir im Gemeinderat opfern die Traditionen Ennetbürgens nicht. Vielmehr achten wir darauf, dass wir das Vereinsleben fördern und unterstützen. So kann unsere Gemeinde rund 75 Vereine vorweisen. Gut vertreten sind darunter beispielsweise die Treichler. Auch begrüssen wir traditionelle Anlässe.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.