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Ennetbürgen erhält seinen Dorfplatz zurück

Eine Umzonung hatte für Verzögerungen gesorgt. Nun geht’s los mit den Bauarbeiten für das neue Zentrumshaus mitsamt Dorfplatz in Ennetbürgen. Besonderes Augenmerk erfordern die Schulwege rund um die Baustelle.
Oliver Mattmann
Gemeinderat Viktor Eiholzer, Kirchenratspräsident Pius Odermatt und Genossenpräsident Albert Gabriel (von links) beim Spatenstich. Im Hintergrund das alte Sigristenhaus, dass vom Neubau nicht tangiert wird. (Bild: Oliver Mattmann (Ennetbürgen, 25. Januar 2019))

Gemeinderat Viktor Eiholzer, Kirchenratspräsident Pius Odermatt und Genossenpräsident Albert Gabriel (von links) beim Spatenstich. Im Hintergrund das alte Sigristenhaus, dass vom Neubau nicht tangiert wird. (Bild: Oliver Mattmann (Ennetbürgen, 25. Januar 2019))

Nach Jahren der Planung mit Standort- und Machbarkeitsstudien sowie mehreren Krediterteilungen aller beteiligten Körperschaften geht es mit dem neuen Zentrumshaus in Ennetbürgen nun auch auf optischer Ebene los. «Bis wir heute hier stehen können, brauchte es einiges an Energie», erzählte Genossenpräsident Albert Gabriel am Freitagvormittag beim Spatenstich. So sei man überrascht worden von der Anordnung des Kantons, die Parzelle in die Dorfzone umzuzonen. Beim gegenüberliegenden Gemeindesaal-Gebäude mit ähnlicher Nutzung sei dies vor einigen Jahren noch nicht der Fall gewesen, weshalb die Bauherren von der gleichen Ausgangslage ausgingen. «Dies warf uns ein Jahr zurück.»

Dass Albert Gabriel und nicht Kirchenratspräsident Pius Odermatt die Ansprache hielt – das Projekt wird auf Boden der Kirchgemeinde realisiert –, hat seinen Grund. Die Genossenkorporation tritt auf Wunsch des Kirchenrats als Bauherr auf und beteiligt sich am Wohnungsbau im vierstöckigen Gebäude. Während im Erdgeschoss das Pfarreizentrum und -sekretariat angesiedelt werden, sind die Wohnungen in den oberen Geschossen. Sowohl Kirchgemeinde als auch die Genossen werden diese vermieten. «Unsere Absicht ist es», so Albert Gabriel, «kostengünstige Wohnungen zu realisieren und entsprechende Mietpreise anzubieten.» Durch die Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde fielen die hohen Bodenpreise weg, das Bauen selber werde aber immer teurer, etwa wegen Vorschriften bezüglich Erdbebensicherheit. Die Kosten für das Gesamtprojekt sind mit 8,9 Millionen Franken veranschlagt, die sich Genossen und Kirchgemeinde praktisch zur Hälfte aufteilen. 350'000 Franken übernimmt der Gemeinderat, der im Nutzungsrecht auf dem vorderen Teil näher zur Strasse einen Dorfplatz mit Strom- und Wasseranschluss für Anlässe gestaltet. «Wir haben heute mit den Bushaltestellen bei der Post und dem Durchgangsverkehr dort keinen richtigen Dorfplatz mehr. Wir hoffen, dass die Bürger mit diesem Projekt wieder einen solchen Treffpunkt erhalten und diesen auch beleben werden», äusserte sich Gabriel.

Einstellhalle als grösste Herausforderung

Unterhalb des Dorfplatzes entsteht eine Tiefgarage mit 26 Parkplätzen. Diese dürften aus baulicher Sicht die grösste Knacknuss darstellen, sagte Genossenrat Roger Zimmermann, Präsident der Baukommission. «Die Bodenbeschaffenheit und das Grundwasser sind an dieser Stelle nicht unproblematisch.» Einen Effort brauchte ebenso die Baustellensicherung wegen des angrenzenden Schulareals. «Wir haben Schule und Polizei von Beginn an miteinbezogen», so Zimmermann. Schulkinder und Passanten werden grossräumig um die Baustelle geführt. Der Verkehr auf der Hauptstrasse wird praktisch nicht tangiert, ausser punktuell bei Leitungsumlegungen in den ersten Wochen. Ende Februar/Anfang März erfolgt der Abbruch des heutigen, in die Jahre gekommenen Pfarrhelferhauses an der Buochserstrasse. Wenn dieser und alle weiteren Arbeiten planmässig verlaufen, ist der Neubau wohl Ende 2020 bezugsbereit.

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