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ENNETBÜRGEN: Gut gezogen ist halb gewonnen

Verschiedene Spiele lassen Eltern und Kinder am Kindersportfest in Ennetbürgen ihre Freude an der Bewegung entdecken. Das Fest war Höhepunkt des Projektes «Purzelbaum im Kindergarten».
Bewegung ist das A und O am Kindersportfest: Hier ziehen die Kinder am Seil gegen ihre Eltern. (Bild: Flavia Niederberger (Ennetbürgen, 8. Juni 2017))

Bewegung ist das A und O am Kindersportfest: Hier ziehen die Kinder am Seil gegen ihre Eltern. (Bild: Flavia Niederberger (Ennetbürgen, 8. Juni 2017))

Fünf Mütter messen sich mit rund einem Dutzend Kinder im Seilziehen. Die Kinder liegen am Boden, lachen und stehen wieder auf. Vor allem aber: Sie bewegen sich. Genau das will das Projekt «Purzelbaum im Kindergarten» erreichen. Dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder soll Raum gegeben werden.

Michaela Zumbühl, eine der Mütter, die gegen ihre Kinder gezogen haben, ist begeistert. «Es ist sehr lustig für alle! Es kommt nicht darauf an, wie gross oder wie alt man ist.» Eine Idee für den nächsten Kindergeburtstag hat sie auch schon gefunden: ein Schnurlabyrinth mit Glocken. «Es ist sehr simpel, aber die Kinder müssen sich bewegen.»

Auswirkungen bis ins Berufsleben

Doch nicht nur Spiele sind Teil des Projektes. Während zweier Jahre werden Kindergartenlehrpersonen weitergebildet und begleitet. Normale Bewegungsabläufe wie Hüpfen und Purzelbaumschlagen sollen gefördert und die Bewegung vermehrt in den Kindergartenalltag integriert werden. Monika Imboden, Kindergärtnerin in Ennetmoos, hat ihren Kindergarten bewegungsfördernd gestaltet. «Unsere Purzelbaumecke sagt den Kindern sehr zu. Da können sie selber ausprobieren und herausfinden, was gefährlich ist und was nicht.» Auch die Bürer Kindergärtnerin Selina von Büren empfiehlt das Projekt weiter. «Man kann nur begeistert sein. Es ist eine gute Sache», betont sie. Ihr ist aufgefallen, dass die Kinder vermehrt selber Ideen entwickeln, was sie draussen machen möchten. «Es ist zum Anstupsen für die, die noch nicht so oft draussen sind.»

Für Projektleiter Martin Lang ist wichtig, Kinder einfach mal ausprobieren zu lassen. Gemeinsam etwas machen zu können, fördere das Bewusstsein. «Es hat Auswirkungen bis ins Berufsleben. Die Kinder erfahren, dass sie durch eigenes Tun etwas erreichen können. Dies stärkt ihr Selbstvertrauen.»

An ihr Berufsleben denken die Kinder bei den Spielen sicher noch nicht. Doch ihre Freude und ihr Stolz sind nicht zu übersehen, wenn sie Familienmitgliedern demonstrieren, was sie alles schon können.

Flavia Niederberger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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