ENNETBÜRGEN: Ideen, Wünsche und Träume sprudeln

Die CD «Debbielicious» mit fünf Popsongs ist nur eines von vielen Projekten. Am Freitag stellt Debbie Frank ihr Werk vor.

Rosemarie Bugmann
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Debbie Frank, Sängerin und Künstlerin aus Ennetbürgen, zu Hause im Musikzimmer. (Bild Corinne Glanzmann)

Debbie Frank, Sängerin und Künstlerin aus Ennetbürgen, zu Hause im Musikzimmer. (Bild Corinne Glanzmann)

Rosemarie Bugmann

«Ich geniesse das Leben sehr», strahlt Debbie Frank. Klar ging es im Leben der 35-jährigen Ennetbürgerin auch mal nicht so gut. «Ups and Downs», sagt die schweizerisch-kanadische Doppelbürgerin dazu. Jetzt ist sie angekommen, im Elternhaus in Ennetbürgen, mit Mann Beny und der bald vierjährigen Tochter Chiara. Am Freitag wird in Luzern ihre erste CD getauft. Der Titel «Debbielicious» weist auf ihren Glückszustand hin und ist ein Wortspiel: Debbie von ihrem Namen und «delicious», englisch für «vorzüglich« oder «köstlich». Fünf Popsongs sind zu hören, alle selber geschrieben. Es fängt mit melancholischen Songs an und hört mit einem fröhlichen «Making Me Happy» auf. Die Melodie ist eingängig, mitreissend.

Ihr Herz schlägt für die Kunst

Debbie Frank ist in Ennetbürgen aufgewachsen. Schon als kleines Kind hat sie immer gesungen und getanzt. «Später hat mich die Musikschule in der Sparte Gesang leider nicht so gepackt», erinnert sie sich. Viel lieber hätte sie Musical- und Popsongs gesungen.

Deshalb bietet sie heute privaten Gesangsunterricht für Kinder und Erwachsene in modernen Stilrichtungen an. Ihre Erstausbildung als Pflegefachfrau ging jedoch in eine ganz andere Richtung. Aber der Verdienst hat es ihr damals ermöglicht, in der Freizeit Gesangsstunden zu nehmen. Der Pflegeberuf war sehr gut, doch Debbie Frank wollte ihre Kunst, die Musik, ausleben, und so fand sie die Musical Factory Luzern. «Als ich zum ersten Mal vor der Türe stand, ging mein Herz auf. Ich wusste, ich bin am richtigen Ort», erinnert sie sich. Dann habe sie Gas gegeben, Workshops besucht, bei Musicals mitgespielt, quasi die Ausbildung selber zusammengestellt. Sie studierte in Luzern, Zürich, Bern, Kopenhagen und New York, trat an verschiedenen Orten in der Schweiz und im Ausland auf. Jetzt macht sie Moderationen, vor allem bei Events oder Messen, hat Sprecherjobs bei Radiostationen und fürs Fernsehen. «Das hat sich einfach so ergeben.» Irgendwann war alles ein Selbstläufer.

Die Ideen sprudeln nur so

Nach Ennetbürgen ist sie der Liebe wegen zurückgekommen. Mit ihrem Mann Beny hat sie die Firma Sproodel gegründet. Es soll eine Kunstplattform für das gemeinsame kreative Schaffen sein. Ein Satz von Debbie Frank lässt aufhorchen: «Nidwaldner Künstler im Pop-Bereich sind meistens Männer.» Auch hier will sie ein Gegengewicht geben. Ein Projekt von Sproodel ist die «Feedbäckerei». Hier können Künstler auftreten und werden vom Publikum bewertet. Leider findet auch das in Luzern statt. «Hier muss man überall Miete zahlen», ist die Begründung der beiden. Kann man von Sproodel leben? «Wir sind immer noch im Aufbau», sagt Debbie Frank. Und fast im gleichen Atemzug erklärt sie, dass sie sehr bescheiden leben könnten. «Wir lieben, was wir machen, und sind überzeugt, dass es funktionieren wird.» Den Sonntagabend-Blues kennen sie nicht, und teure Reisen müssen auch nicht sein. Debbie Frank sprudelt nur so von Ideen und Projekten. «Schön wäre es, wenn meine Songs im Radio gespielt würden, oder ich würde gerne mal einen Film besprechen oder ein Duett mit Marc Sway singen oder ...»

Hinweis

CD-Taufe «Debbielicious»: Freitag, 22. Januar, 20.30 Uhr im «La Madeleine», Luzern.