ENNETBÜRGEN: Kinder feierten begeistert mit

Aus neun Fasnächtlern ist vor 60 Jahren eine Tambourengruppe entstanden. Am vergangenen Wochenende feierte sie Geburtstag.

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Keines zu klein, ein richtiger Ennetbürger Tambour zu sein. (Bild Richard Greuter/Neue NZ)

Keines zu klein, ein richtiger Ennetbürger Tambour zu sein. (Bild Richard Greuter/Neue NZ)

Mit selbst geschnitzten Schlägeln aus Nespliholz hatten einige junge Burschen damals auf Stühlen im alten «Sonnen»-Saal geübt und sich so auf die Ennetbürger Fasnacht vorbereitet. Die Trommeln mussten sie von der Fasnachtszunft mieten.

Kaum ein Jahr zuvor hatten die neun begeisterten Fasnächtler den Tambourenverein Ennetbürgen gegründet. Aus den damaligen Fasnächtlern wurde bald einmal eine kontrastreiche Tambourengruppe, deren Auftritte bei Musikgesellschaften, an Konzerten oder als Showblock geschätzt werden. So entstand in den vergangenen Jahren ein reichhaltiges Repertoire aus klassischen Märschen, modernen Rhythmusarrangements und abwechslungsreichen Showstücken mit «Schlegelfechten» und Lichtshows.

Motto «Black and White»
Mit einer Jubiläumsgala feierten die Ennetbürger Tambouren am Wochenende ihren 60. Geburtstag. Bei einer herrlichen Ambiente liessen die Ennetbürger Tambouren in der randvollen Mehrzweckhalle die letzten Jahre Revue passieren. Das Motto «Black und White» verwies auf die Gefängniskluft der Gründerzeit, aber auch an die Farben der Trommeln. Neben Showeinlagen der Künstlerin «Frölein da Capo» und dem Boogie-Woogie-Künstler Nico Brina zeigten sich auch die Tambouren von ihrer besten Seite.

Grossen Anklang fand der Kindernachmittag, bei dem sich Knirpse an einem Spielparcours austoben konnten. Sei es beim Büchsenwerfen, bei der Mohrenkopf-Wurfmaschine oder bei der Aufgabe, mit zwei Trommelschlägern einen Tennisball durch Slalomstangen zu führen. Wer wollte, konnte sein Glück beim Fischen versuchen. Zu überzeugen vermochte auch der 15-jährige Reto Berlinger, der zusammen mit einem Kollegen einige Kartentricks und andere Zaubereien zeigte.

Nachwuchsförderung wichtig
Selbstverständlich bestand auch die Möglichkeit, sein Können auf einer richtigen Trommel zu beweisen, oder sich selbst in die Reihen der Tambouren zu stellen. Als einziger Nidwaldner Verein, der Jungtambouren ausbildet, gehört die Nachwuchsförderung zur wichtigen Aufgabe. «Wir möchten den Jungen das Trommeln beibringen und ihnen so ein wertvolles Hobby vermitteln», sagte Manuel Zimmermann, der im Verein seit vier Jahren das Zepter führt. Doch viel Nachwuchs ist nicht in Sicht. «Die Tanzmusik und vor allem das Schlagzeug ist unsere grösste Konkurrenz», ergänzt Ernst Achermann.

Richard Greuter/Neue NZ