ENNETBÜRGEN: Korporation blitzt auch beim Bundesgericht ab

Die Genossenkorporation haftet für den ehemaligen Steinbruch Obermatt. Und muss auch die Sicherungsarbeiten zahlen. So entschied das Bundesgericht.

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Schwere Baumaschinen befreiten vor rund drei Jahren den Fallboden beim Steinbruch Obermatt vom Geröll. (Bild: PD)

Schwere Baumaschinen befreiten vor rund drei Jahren den Fallboden beim Steinbruch Obermatt vom Geröll. (Bild: PD)

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde der Genossenkorporation Ennetbürgen abgewiesen und stützt damit einen früheren Entscheid des Nidwaldner Verwaltungsgerichts. Demnach muss die Korporation als Grundeigentümerin des ehemaligen Steinbruchs Obermatt die Kosten der Sicherungsarbeiten übernehmen, welche vor rund drei Jahren durchgeführt wurden. 1,6 Millionen Franken kosteten die Räumungsarbeiten, welche die Gemeinde angeordnet hatte.

Bei allen Instanzen verloren

2010 forderte der Regierungsrat den Gemeinderat Ennetbürgen auf, die dringend notwendigen Sicherheitsmassnahmen zu verfügen. Dieser verpflichtete daraufhin die Genossenkorporation als Grundeigentümerin, diese auf eigene Kosten zu ergreifen. Die Arbeiten wurden 2011 durchgeführt. Die von der Korporation dazu eingereichte Beschwerde wiesen der Regierungsrat, das Verwaltungsgericht und jetzt auch das Bundesgericht ab. Hauptstreitpunkt bildete bei den juristischen Auseinandersetzungen die Frage, ob es sich beim Steinbruch Obermatt um eine Baute/Anlage oder einen Teil der Natur handelt.