ENNETBÜRGEN: Manta-Fans zeigen ihre Schätze her

Manta- Enthusiasten aus der ganzen Schweiz und halb Europa trafen sich am Wochenende. Sie hegen und pflegen ihre Fahrzeuge aus Passion.

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In Reih und Glied präsentieren die Halter ihre Fahrzeuge und fachsimpeln auf einem Rundgang. (Bild: Martin Uebelhart)

In Reih und Glied präsentieren die Halter ihre Fahrzeuge und fachsimpeln auf einem Rundgang. (Bild: Martin Uebelhart)

Manta-Treffen in Ennetbürgen am 8. August 2015. (Bild: Martin Uebelhart / Neue NZ)
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Daniel Schärz mit seinem Opel Ascona. (Bild: Martin Uebelhart / Neue NZ)
Manta-Treffen in Ennetbürgen am 8. August 2015. (Bild: Martin Uebelhart / Neue NZ)
Uwe Worschech mit seinem Manta GSI. (Bild: Martin Uebelhart / Neue NZ)
Manta-Treffen in Ennetbürgen am 8. August 2015. (Bild: Martin Uebelhart / Neue NZ)
Manta-Treffen in Ennetbürgen. (Bild: Martin Uebelhart / Neue NZ)
Manta-Treffen in Ennetbürgen am 8. August 2015. (Bild: Martin Uebelhart / Neue NZ)

Manta-Treffen in Ennetbürgen am 8. August 2015. (Bild: Martin Uebelhart / Neue NZ)

Martin Uebelhart

Sie stehen sauber aufgereiht auf einem Rollweg auf dem Flugplatz: gegen 200 Autos in allen Farben. Man sieht ihnen an, dass sie mit viel Herzblut in Stand gehalten werden, und es lassen sich viele Details entdecken. Die meisten davon sind Opel Manta. Aber nicht nur. Beim Treffen des Mantaclubs Innerschweiz in Ennetbürgen sind auch andere Opel-Modelle, ja sogar andere Marken willkommen. «Hauptsache, sie sind mindestens 20 Jahre alt», sagt Josi Müller aus Emmen. Er ist Club-Präsident und selber Besitzer von zehn Opel Manta. Und auch das älteste Fahrzeug auf dem Platz gehört ihm: ein Opel Blitz ein Lieferwagen mit Jahrgang 1940.

Aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland haben die Fahrzeuge und ihre Besitzer den Weg nach Nidwalden gefunden. Das Treffen sei beliebt, sagt Müller. Das führt er auch auf die Tatsache zurück, dass der Anlass einer der wenigen in der Szene sei, der zwei Tage dauere. «Die Leute schätzen es, wenn auch am Abend noch etwas läuft», so Müller. Viele haben auch auf dem Flugplatz übernachtet. Hinter den parkierten Schätzen auf vier Rädern steht eine Zeltstadt.

Zeitintensives Hobby

«Der Manta war ein sportliches Auto zu seiner Zeit», versucht Müller die Faszination für den Opel-Typ zu erklären. «In den 80er-Jahren konnten die Jungen einen Opel Manta günstig als Occasion kaufen.» Heute stünden die Wagen freilich in den Garagen jener, die sie pflegen. So wie Josi Müller. Er zeigt auf einen gelben Manta der ersten Generation und meint: «Da stecken 20 000 Franken und 500 Arbeitsstunden drin.»

Daniel Schärz aus Reichenbach im Berner Oberland ist mit seinem roten Opel Ascona über den Brünig gekommen. Seinen ersten Opel Ascona hat der heute 45-Jährige mit 20 gekauft. Beim dritten nahm er sich vor, ihn perfekt zu machen. «Ich habe das Auto komplett zerlegt und neu aufgebaut», erzählt er. Dabei habe er sozusagen noch einmal den Neupreis des Gefährts mit Jahrgang 1980 investiert. Schärz gefallen die Wagen aus jener Zeit: «Ich besitze auch noch einen Opel Kadett und einen VW Jetta.

Wohl eine der weitesten Anreisen über 600 Kilometer – hatte Uwe Worschech aus Eschwege im Norden von Hessen. Er ist mit einem silbernen Manta mit Jahrgang 1987 nach Ennetbürgen gekommen. Schon bevor er den Führerschein gemacht hat, ist der 49-jährige Deutsche über seinen Bruder mit dem Opel Manta in Kontakt gekommen. Und die Faszination ist geblieben. Er ist seit den 90er-Jahren ein treuer Besucher des Treffens in der Zentralschweiz. «Meist verbinden wir den Besuch hier noch mit einigen Tagen Ferien», erzählt er. Inklusive Ausfahrten über diverse Pässe.

Der Opel Blitz aus dem Jahr 1940 gehört Josi Müller und ist das älteste Fahrzeug beim Treffen. (Bild: Martin Uebelhart)

Der Opel Blitz aus dem Jahr 1940 gehört Josi Müller und ist das älteste Fahrzeug beim Treffen. (Bild: Martin Uebelhart)

Uwe Worschech aus Hessen mit seinem Manta GSI. (Bild: Martin Uebelhart)

Uwe Worschech aus Hessen mit seinem Manta GSI. (Bild: Martin Uebelhart)

Daniel Schärz inspiziert den Motor seines Opel Ascona. (Bild: Martin Uebelhart)

Daniel Schärz inspiziert den Motor seines Opel Ascona. (Bild: Martin Uebelhart)