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ENNETBÜRGEN: Mehr Platz für Abwasser nötig

Wenn das Bürgenstock-Resort eröffnet, genügt das jetzige Abwassersystem nicht mehr. Es braucht dickere Rohre. Dies kostet die öffentliche Hand aber im Prinzip nichts.
Für das Bürgenstock-Resort – hier ein Bild von der Baustelle im Frühling – müssen die Abwasserleitungen ausgebaut werden. (Bild Eveline Beerkircher)

Für das Bürgenstock-Resort – hier ein Bild von der Baustelle im Frühling – müssen die Abwasserleitungen ausgebaut werden. (Bild Eveline Beerkircher)

Für die Inbetriebnahme des neuen Bürgenstock-Resorts muss die Leitungskapazität für einen Teil des Schmutzwassernetzes vergrössert werden. Das Schmutzwasser wird vom Bürgenstock-Resort über Obbürgen, Fürigen und die Harissenbucht nach Stansstad geleitet, wie Gemeinderat Franz Mathis erklärt. Auf einer Länge von rund 1270 Metern braucht es Rohre mit einem grösseren Durchmesser. Die grössten Defizite bestehen dabei in der Harissenbucht, wo über 520 Meter der Rohrdurchmesser von 25 auf 40 beziehungsweise 50 Zentimeter vergrössert wird. Im Abschnitt Fürigen wird der Durchmesser von 20 auf 32 Zentimeter erhöht. Wegen der vielen Werkleitungen und privaten Parzellen wird die Hauptabwasserleitung neu entlang der Bürgenstockstrasse geführt.

Engpässe werden behoben

Sogenannte Aufdimensionierungen sind auch in Obbürgen geplant, wo der Leitungsquerschnitt praktisch verdoppelt wird. Damit sollen Engpässe behoben und schlechte Leitungszustände beseitigt werden. Mit diesen Massnahmen soll eine problemlose Ableitung der definierten Wassermenge von 35 Litern pro Sekunde vom Bürgenstock-Resort herunter garantiert werden. Die Kosten von 2,9 Millionen Franken werden von den Gemeinden Ennetbürgen und Stansstad je zur Hälfte getragen.

An der Gemeindeversammlung wird über einen Kredit von gut 1,5 Millionen Franken abgestimmt. «Gebühren Dritter werden für die Vergrösserung der Leitungskapazität trotzdem keine gebraucht», hält Mathis fest. «Die Bürgenstock-Hotels bezahlen den Ausbau im Rahmen der Abwassergebühren selbst.»

Die Kosten von je 1,9 Millionen Franken seien den Gemeinden Ennetbürgen und Stansstad bereits bezahlt worden – im Sinne des Verursacher- und Kostendeckungsprinzips. Überschüssiges wird zweckgebunden verwendet – etwa für den Unterhalt oder für Unvorhergesehenes. Sagen die Ennetbürger am 20. und die Stansstader am 26. November Ja zum Geschäft, soll mit der Ausschreibung für die Aufdimensionierung umgehend begonnen werden.

Ertragsüberschuss budgetiert

Die politische Gemeinde rechnet fürs nächste Jahr mit einem Ertragsüberschuss von 73 000 Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von rund 17,3 Millionen Franken. «Die Budgetzahlen sind erfreulich, der Ertragsüberschuss jedoch auf einen einmaligen Effekt beim kantonalen Finanzausgleich zurückzuführen», heisst es im Kommentar der gemeinderätlichen Botschaft. Gemäss Finanz- und Steuerverwaltung Nidwalden könne Ennetbürgen 2016 einmalig mit einem Minderaufwand beim Finanzkraftausgleich beziehungsweise einem Mehrertrag beim Normausgleich Bildung von total 313 000 Franken profitieren. «Dieser Effekt ist einmalig und entfällt in den Folgejahren wieder.»

Steuerrabatt geplant

Der Steuerfuss soll bei 1,8 Einheiten bleiben. Jedoch beantragt der Gemeinderat aufgrund des prognostizierten Ertragsüberschusses, einen Steuerrabatt von 0,1 Einheiten für das Steuerjahr 2016 zu gewähren. Der Gemeinderat wolle den Steuerfuss möglichst konstant halten, aber nur so viel Steuern einnehmen, wie es der Aufwand verlange, heisst es dazu.

Kirchgemeinde mit Plus

Die Kirchgemeinde ihrerseits budgetiert für 2016 ein Plus von 26 000 Franken – bei einem Ertrag von rund 1,3 und einem Aufwand von 1,2 Millionen Franken.

Bei den Steuern der natürlichen Personen wird bei den Einkommenssteuern und bei den Vermögenssteuern mit etwas höheren Erträgen gerechnet, wie es in der Botschaft heisst. Der Steuerfuss soll hier bei 0,36 Einheiten belassen werden.

Matthias Piazza

Hinweis

Gemeindeversammlung: Freitag, 20. November, ab 19.30 Uhr, Mehrzweckhalle.

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