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ENNETBÜRGEN: MG Ennetbürgen zeigt gelungenen Einstand unter neuer Leitung

Die Musikgesellschaft ist zu ganz neuen Horizonten aufgebrochen. Mit Dirigent Michael Schönbächler will sie auch zukünftig für musikalische Höhenflüge sorgen.
Kurt Liembd
Die Musikgesellschaft Ennetbürgen unter der Leitung von Michael Schönbächler entführte an ihrem Jahreskonzert zu ganz neuen Horizonten.Bild: Kurt Liembd (Ennetbürgen, 18. März 2018) (Bild: Kurt Liembd (Ennetbürgen, 17. März 2018))

Die Musikgesellschaft Ennetbürgen unter der Leitung von Michael Schönbächler entführte an ihrem Jahreskonzert zu ganz neuen Horizonten.Bild: Kurt Liembd (Ennetbürgen, 18. März 2018) (Bild: Kurt Liembd (Ennetbürgen, 17. März 2018))

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Wie präsentiert sich die Musikgesellschaft Ennetbürgen an ihrem Jahreskonzert unter dem neuen Dirigenten? Das war wohl die vordergründigste Frage vieler Konzertbesucher. Und auch eine berechtigte, denn nach der 27-jährigen, höchst erfolgreichen Ära von Emil Wallimann (61) durfte man gespannt sein, ob und wie Michael Schönbächler (38) seine Aufgabe meistert. Die Antwort gleich vorweg: Er tat dies mit Bravour und hat dabei die Latte sehr hoch gelegt. Das Blasorchester erwies sich als Spiegel des Dirigenten, der mit viel Spannung und unmissverständlicher Klarheit das grossartig besetzte Musikkorps leitet. Und dies nach nur sieben Monaten, seit er die Leitung innehat.

Musikalisch hat Schönbächler die Latte sehr hoch angesetzt und von seinen rund 60 Musikanten und Musikantinnen alles abverlangt. Schon das Konzert-Motto «Auf zu neuen Horizonten» erwies sich sinnbildlich für den Neuanfang, aber ebenso für den musikalischen Inhalt.

Gänsehautstimmung im Publikum

Das abwechslungsreiche Programm bot zeitgenössische Originalwerke aus den USA, aber auch unterhaltsame Charakterstücke. Schon der Auftakt mit der «Fanfare for a Golden Sky» vom amerikanischen Komponisten Scott Boerma liess aufhorchen. Das Musikkorps lieferte zu Beginn schon eine packende Darstellung zeitgenössischer Blasmusik aus den USA. Mit «Horizon» von John Gibson ging es definitiv zu neuen Horizonten. Das Resultat war ein packendes Klanggemälde zwischen Himmel und Erde, teils mit abstrakten Elementen, teils mit wundersamen Klängen, mit denen man den schönsten Naturfilm untermalen könnte.

John Mackes Werk «Sheltering Sky» ist ebenfalls ein gutes Beispiel für Blasmusik des 21. Jahrhunderts. Das Werk vertont den Himmel über der Wüste, dessen Farben sich im Laufe des Tages ändern, vermischen und wieder auflösen. Die Zuhörer erlebten ein Gefühl von Wärme und unendlicher Weite, auch dank des meisterhaften dynamischen Aufbaus.

Auch wenn der Vergleich etwas weit hergeholt ist, erinnerten die dynamische Gestaltung und die speziellen Harmonien zeitweise gar an Wagner’sche Musik. Spektakulär gelang ebenso die «Aerial Fantasy» von Michael Mogensen, die beim Publikum Gänsehautstimmung auslöste. Denn der «Birger-Musik» gelang eine atemberaubende Interpretation, welche von Spannung, energiegeladenen Rhythmen und lyrischen Abschnitten geprägt war. Nach dem wahrlich epischen Finale in diesem Werk sorgte das begeisterte Publikum für sehr lang anhaltenden Applaus.

Glücksgefühle auch für Schönbächler

«The Bermuda Triangle», ein symphonisches Gedicht in vier Sätzen vom jungen Komponisten José Alberto Pina, entführt die Zuhörer in die Geschichten und Legenden des Bermuda-Dreiecks. Auch hier gelang Michael Schönbächler eine meisterliche Interpretation mit wundersamen Klängen und tollen Kontrasten. Auffallend die vielen Solisten in fast allen Registern, deren Aufzählung an dieser Stelle aus Platzgründen zu weit führen würde. Gegen Schluss ging die musikalische Reise gar auf den Mond mit Frank Sinatras «Fly me to the Moon», einem originellen Arrangement mit schönen Soli für Trompete und Flöte und einem überraschenden Schluss im Bossa-Nova-Stil.

Mit dem Hit «Sky High» der Pop-Gruppe Jigsaw endete ein Konzert, das in die Vereinsgeschichte der Ennetbürger eingehen wird. Dem Dirigenten Michael Schönbächler stand am Schluss die Freude über diesen Erfolg ins Gesicht geschrieben. «Ich bin höchst zufrieden mit der Leistung des Musikkorps», sagte er gegenüber dieser Zeitung. Dies umso mehr, da die Ansprüche sehr hoch gewesen seien, so Schönbächler.

Mit originellen Ansagen begleiteten Jasmin Gabriel und Karin Odermatt den musikalischen Höhenflug zu den neuen Horizonten. Mit frenetischem Applaus bedankte sich das Publikum, welches nicht weniger als drei Zugaben erklatschte und damit zeigte, dass der Beginn einer neuen Ära geglückt ist.

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