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ENNETBÜRGEN: Raumgestalter der Scheuber AG: Ziel ist die erste Reihe

Einen Schritt voraus sein, das setzt sich die neue Generation der Raumgestalter bei der Scheuber AG zum Ziel. In der eigenen Manufaktur trifft computergenerierte Planung auf althergebrachte Handwerkskunst.
Philipp Unterschütz
Franziska Scheuber, Co-Geschäftsführerin der Scheuber AG, begutachtet mit Sacha Klemm, Geschäftsleitungsmitglied, den originalgetreuen Nachbau eines Sitzes des legendären Überschallflugzeugs Concorde. (Bild: Philipp Unterschütz (Ennetbürgen, 1. Februar 2018))

Franziska Scheuber, Co-Geschäftsführerin der Scheuber AG, begutachtet mit Sacha Klemm, Geschäftsleitungsmitglied, den originalgetreuen Nachbau eines Sitzes des legendären Überschallflugzeugs Concorde. (Bild: Philipp Unterschütz (Ennetbürgen, 1. Februar 2018))

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch

Traditionelles Handwerk und moderne Technologien gehen Hand in Hand. Wenn die Kunden der Ennetbürger Firma «Scheuber AG Raumgestaltung» Wünsche haben, ist es gut möglich, dass später der Polsterer an einem am Computer entworfenen Design arbeitet oder in die Vorhänge Gleiter eingenäht werden, die nach spezifischen Anforderungen an Ästhetik und Funktionalität selbst entwickelt und auf einem 3D-Drucker hergestellt worden sind.

Anfang Jahr haben Franziska Scheuber und Katja Amstalden-Scheuber die Firma als Geschäftsführerinnen von ihrem ­Vater Werner Scheuber übernom­men. Es ist ein breites Wissensgebiet, das die Mitarbeiter der Firma abdecken – von Planungen und Beratungen für Inneneinrichtungen bis zur Herstellung von Einzelanfertigungen, dafür braucht es Wohntextilgestalter, Innenarchitekten, Wohnberater, Innendekorateure, Polsterer, Schreiner und Bodenleger.

Concorde-Fan bestellt Flugzeugsitz

Das Zusammenspiel dieser Kompetenzen erlaubt es, in der ­eigenen Manufaktur auch ausgefallene Kundenwünsche zu erfüllen – wie zum Beispiel einen Flugzeugsitz. Der Kunde, ein begeisterter Concorde-Fan, scheiterte beim Versuch, sich einen Sitz des legendären Überschallflugzeugs zu beschaffen, also liess er ihn nachbauen. «Um alle Originalmasse zu gewinnen, haben wir­ ­einen 3D-Scan eines Originalsitzes aus einem deutschen Flugzeugmuseum gemacht. Daraus hat ein Schreiner die Teile mit einer computergesteuerten Maschine (CNC) gefertigt, unsere Polsterer haben dann Sitz und Lehne angefertigt», schildert Geschäftsleitungsmitglied Sacha Klemm ein typisches Beispiel, wie moderne Technologien und Tradition zusammenspielen.

Ein weiteres Beispiel: ein Schlafzimmer im Stil einer Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff wie der legendären «Queen Elizabeth». Dafür wurden Schmucksäulen mit einem 3D-Drucker angefertigt oder Teppiche aufgrund von Millimeter genauen Laservermessungen hergestellt.

Inneneinrichtungen für Betagtenheime

«Sobald wir anbieten können, was andere nicht haben, sind wir in der ersten Reihe», erklärt Geschäftsleitungsmitglied Severin Monn. Dazu gehöre es unter anderem, bei den Kunden mit persönlicher Beratung zu punkten. Ihre Wünsche müsse man spüren, um individuelle Einrichtungen zu entwickeln. «Wir erfüllen Räume»: Dies ist der neue Leitspruch der Scheuber AG. «Einen Onlineshop haben wir nicht, aber auf unserer Website kann man persönliche Beratungstermine vereinbaren», sagt Katja Amstalden-Scheuber.

Mit der Übernahme der Firma durch die junge Generation wächst auch ein anderes spezielles Segment. Insbesondere Franziska Scheuber, angehende Innenarchitektin und ausgebildete Sozialpädagogin, engagiert sich im «Care-Bereich». Der Bedarf an Plätzen für altersgerechtes Wohnen oder Wohnheime für Demenzkranke steige stetig, Anpassungen und Umbauten seien nötig. Die Scheuber AG ist daran, sich auf entsprechende Wohnkonzepte zu spezialisieren – von der Beleuchtung bis hin zu speziellen Sofas, die die Bedürfnisse der Heime und Bewohner durch Eigenschaften wie waschbare Hüllen abdecken. Im Moment läuft etwa die Umsetzung eines derartigen Konzeptes in einem Wohnheim in Nidwalden.

Hinweis
www.scheuberag.ch

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