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ENNETBÜRGEN: «Schon jetzt persönlicher Erfolg»

Die Singer-Songwriterin Fleur Magali Volkart macht einen weiteren Schritt vorwärts. Nach einigen Singles und Videos erscheint heute ihre Debüt-CD «Homeless». Dabei ist auch der Gospelchor Sachseln.
Philipp Unterschütz
Fleur Magali Volkart gibt sich bewusst ungeschminkt und authentisch. (Bild: Tobias Länzlinger/PD)

Fleur Magali Volkart gibt sich bewusst ungeschminkt und authentisch. (Bild: Tobias Länzlinger/PD)

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch

Schon mit zehn Jahren komponierte Fleur Magali Volkart ihre ersten Lieder. Später absolvierte das Talent eine Ausbildung an der Hochschule Luzern – Musik in Luzern. Zu ihren Förderern ­gehörte auch Emil Wallimann, Leiter der Musikschule Ennetbürgen. Fleur Magali gewann ­verschiedene Wettbewerbe, darunter den Rotary-Musikwettbewerb und den Zentralschweizer Musikwettbewerb in klassischer Musik. Trotz ihres fünfjährigen Studiums in Psychologie liess sie ihr Ziel einer professionellen Musikkarriere nie aus den Augen. Mit der neuen CD «Homeless», die am 23. Juni erscheint, kommt sie diesem Ziel wieder einen Schritt näher.

Fleur Magali, wie fühlen Sie sich jetzt, wo Ihre erste CD da ist?

Sie endlich in der Hand zu halten, ist grossartig. Ich weiss ja, wie viel Aufwand, Leidenschaft und Herzblut darin steckt. Oft arbeiteten wir bis lange in die Nacht hinein. Alle Beteiligten gaben stets 100 Prozent. Ein persönlicher Erfolg ist es jetzt schon allemal. Ich widme die CD meinem Vater Werner Volkart, welcher im vergangenen September urplötzlich und unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben ist. Mit seinem Tod verbinde ich auch ­einen Verlust von Geborgenheit und Sicherheit. Der Titelsong «Homeless» ist jedoch nicht traurig, sondern ein fröhlicher Song. Schlussendlich bin ich doch sehr dankbar um die gemeinsame Zeit, welche wir hatten.

15 meist poppige Songs sind auf der CD drauf. Ist das alles neues Material?

Einige habe ich früher schon veröffentlicht, aber für «Homeless» teilweise neu arrangiert und aufgenommen. Es sind alles Eigenkompositionen in drei Sprachen (Englisch, Deutsch, Schweizerdeutsch) und drei Stilrichtungen (Pop, Jazz und Dance). Der thematische, rote Faden ist wohl nur für mich ersichtlich. Das Album konserviert sozusagen meine Erfahrungen und Entwicklungsschritte als Mensch und Singer-Songwriterin der letzten zehn Jahre. Mit 19 wollte ich bereits Musik zum Beruf machen, damals noch klassisch trainiert. Die Unsicherheit war aber zu gross, und ich sah mich finanziell nicht in der Lage, für meine Existenz aufkommen zu können. Auch heute noch ist die CD alles andere als kommerziell ausgerichtet. Auf dem Cover und auch auf den anderen Bildern zeige ich mich ungeschminkt, persönlich und authentisch. Mit dieser CD möchte ich mich stets selbst daran erinnern, wer ich bin, woher ich komme und was meine Wurzeln sind.

Stichwort Wurzeln: Aufgenommen haben Sie die CD bei Gabriel-Recording in Stalden. Wie kam es dazu?

Thomas Gabriel und ich wollten schon lange gemeinsam eine CD machen. Er hat mich schon mit 17 an einer Vortragsübung der Musikschule Ennetbürgen entdeckt. Ich durfte bei ihm gemeinsam mit meiner Schwester Lia meine allererste öffentlich präsentierte Eigenkomposition «Sorry» aufnehmen. Als ich damals den Brief mit der Einladung von Emil Wallimann per Post erhielt, sprang ich vor lauter Freude in die Höhe. Diesen Moment vergesse ich nie. Im Endeffekt bin ich ihnen beiden zu grossem Dank verpflichtet. Thomas hat mir in den letzten Jahren vieles beigebracht. Wir ergänzen uns musikalisch sehr gut, würde ich sagen.

Auf der CD singt der Gospelchor Sachseln bei sieben Songs mit. Was war das für eine Erfahrung?

Der Musikschulleiter Emil Wallimann hatte mich schon 2015 gefragt, ob ich in der katholischen Kirche in Ennetbürgen eigene Songs präsentieren möchte. Der Anlass inspirierte mich dazu, den Friedenssong «Peaceful Land» zu schreiben. Der Gospelchor Sachseln wurde mir dann von Emil empfohlen, und Thomas Gabriel schrieb den Chorsatz. Mich hat es sehr berührt, dass so viele Sänger und Sängerinnen meine Songs einstudieren. Das war für mich eine grosse Ehre. Als Solokünstlerin gefällt mir die Zusammenarbeit mit anderen Formationen und Musikern besonders, weil dann die Musik mehr im Zentrum steht und weniger ich selbst. Als Songwriterin steckt so oder so schon sehr viel Eigenständigkeit in allem, was ich anstrebe. Mit so vielen Beteiligten entsteht hingegen schnell eine Eigendynamik, welche das ganze CD-Projekt nachhaltig prägt. Ich mag dabei unkontrollierbare Einflüsse und Kompromisse, welche eingegangen werden müssen, um schlussendlich das gemeinsame Ziel zu erreichen. Dahinter stecken sehr viel Menschlichkeit und Begegnungen, welche so ausserhalb des Projektes nicht zu Stande gekommen wären. Genau das gefällt mir daran.

Die CD ist da. Wie geht es mit Ihrer Musikerkarriere weiter?

Ich werde auf jeden Fall Vollprofi. Das musische und kreative Schaffen ist von meiner beruflichen Identität nicht mehr wegzudenken. Die Betonung liegt dabei auf «werden». Als ehemalige Abgängerin der ersten Sport- und Musikklasse der Kantonsschule Luzern möchte ich in Zukunft auch vermehrt Sport, Musik und Tanz für Live-Performances verbinden. Mehr Details möchte ich aber noch nicht verraten.

Hinweis

Die CD «Homeless» wurde von der Albert-Koechlin-Stiftung und der Nidwaldner Kulturförderung unterstützt und kann ab sofort unter www.fleurmagali.com bestellt werden. Die CD-Taufe findet am Sonntag, 2. Juli, um 16 Uhr im Neubad, Luzern, statt. Tickets unter www.firestone-tickets.ch.

www. Das Video zum Song «Dear Papa» unter: www.nidwaldnerzeitung.ch/videos

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