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ENNETBÜRGEN: Starkes Gewitter führt zu Hangrutschen

Wasser und Schutt ergossen sich via Bürgenstockstrasse bis ins Dorf hinunter. Die Aufräumarbeiten dürften noch einige Tage dauern.
Martin Uebelhart
Die Bürgenstockstrasse oberhalb des Dorfzentrums war aufgrund der Hangrutsche zeitweise nicht mehr befahrbar. (Bild: Franz Niederberger)

Die Bürgenstockstrasse oberhalb des Dorfzentrums war aufgrund der Hangrutsche zeitweise nicht mehr befahrbar. (Bild: Franz Niederberger)

Ein heftiges Gewitter hat sich am frühen Morgen über Nidwalden entladen. In Ennetbürgen vermochte der Boden die Wassermenge teilweise nicht mehr zu schlucken. «Nach einer unbestätigten privaten Messung kamen in anderthalb Stunden rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter herunter», sagt Thomas Barmettler, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Buochs-Ennetbürgen, auf Anfrage.

Im Bereich der Bürgenstockstrasse kam es zu mehreren Hangrutschen. Wasser und Schutt gelangten über die Bürgenstockstrasse bis fast zum Hotel Kreuz an der Hauptstrasse. Wie gross die Menge an Material ist, die das Wasser mit sich führte, kann Barmettler nicht abschätzen. Einen der Rutsche habe man auch schon früher beobachtet. «Andere sind laut Informationen des Gemeindeführungsstabes nicht aufgetreten in den vergangenen Jahren.» Das Wasser sei wohl von relativ weit oben am Bürgenberg heruntergeflossen. Einer der Rutsche habe ein Haus im Schlegelmattli in Mitleidenschaft gezogen. Evakuieren habe die Feuerwehr niemanden müssen, hält Thomas Barmettler fest.

«Der Alarm bei der Feuerwehr ging um kurz vor sieben Uhr ein», sagt er. Die Feuerwehr stand mit rund 30 Personen im Einsatz. Gestern vor dem Mittag waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Die Bürgenstockstrasse war zunächst wieder einspurig befahrbar. Die Feuerwehr hat ihren Einsatz gestern abgeschlossen. «Die weiteren Aufräumungsarbeiten besorgen Baufirmen», so Barmettler. Er geht davon aus, dass die Arbeiten noch einige Tage in Anspruch nehmen dürften. Für Klaus Marquardt, Meteorologe bei der Meteonews AG in Zürich, ist die unbestätigte Regenmenge zumindest nicht ausgeschlossen: «Die nächstgelegene Messstation unseres Netzes in Gersau registrierte 26 Liter pro Quadratmeter.» Bereits einen Kilometer entfernt könne das schon ganz anders aussehen. «Auch die Radarbilder zeigen, dass es in dieser Gegend heftig gewittert hat», so Marquardt. Die Wetterlage sei für Murgänge oder überflutete Keller prädestiniert gewesen. «Wir hatten eine Schauerzone mit eingelagerten Gewittern. Weil die Höhenwinde gefehlt haben, war es möglich, dass es während längerer Zeit an den gleichen Stellen heftige Niederschläge gab.»

Laut Auskunft der Kantonspolizei Nidwalden gab es ausser von Ennetbürgen keine Meldungen über Schäden.

In Ennetbürgen liegt Geröll auf der Strasse. (Bild: Franz Niederberger)

In Ennetbürgen liegt Geröll auf der Strasse. (Bild: Franz Niederberger)

Die Aufräumarbeiten liefen in Ennetbürgen am Dienstag den ganzen Tag. (Bild: Franz Niederberger)

Die Aufräumarbeiten liefen in Ennetbürgen am Dienstag den ganzen Tag. (Bild: Franz Niederberger)

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