ENNETBÜRGEN: Trotz Empfehlungen kein Tempo 30

Tempo 30 in den Ennetbürger Wohnquartieren? Die Polizei wäre dafür, der Kanton auch. Die Gemeinde aber winkt ab. Nun sind die Grünen sauer.

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Susanne Blättler, Ennetbürgen. (Bild pd)

Susanne Blättler, Ennetbürgen. (Bild pd)

«Enttäuscht und verärgert» – so beschreibt Susanne Blättler ihre Stimmungslage. Die Präsidentin der Grünen Ennetbürgen hatte sich in einer Petition gewünscht, dass in praktisch allen Wohnquartieren des Dorfes Tempo 30 gilt. Über 460 Personen setzten ihre Unterschrift unter das Begehren. Nun hat der Gemeinderat beschlossen, vorerst nicht aktiv zu werden. Dabei hatte es zu Beginn noch vielversprechend ausgesehen: Der Gemeinderat hatte ein externes Büro beauftragt, ein Verkehrsberuhigungskonzept für Ennetbürgen auszuarbeiten. Das Fazit der Verkehrsingenieure: «Auch wenn sich verkehrsberuhigende Massnahmen nicht zwingend aufdrängen, so entsprechen sie offenbar doch dem Bedürfnis eines Teils der Bevölkerung.»

Bei der Vernehmlassung zeigte sich Erstaunliches. Tempo 30 in Ennetbürgens Wohnquartieren kommt ausserhalb der Gemeinde gut an: Sowohl die Kantonspolizei wie auch die Nidwaldner Baudirektion würden dies begrüssen. Im Dorf dagegen hält sich die Begeisterung in Grenzen: Neben CVP, FDP und SVP halten auch der Schulrat und die Kirchgemeinde Tempo 30 für unnötig.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».