ENNETBÜRGEN: Viel unbebautes Bauland in einer Hand

Über Jahrzehnte brachliegendes Bauland blockiert die Planung der Gemeinde. Die Korporation hat es nicht eilig und möchte mehr Land umzonen lassen.

Christoph Riebli
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Trotz vorliegendem Gestaltungsplan lässt die Korporation dieses Land unbebaut – seit rund 20 Jahren. (Bild Corinne Glanzmann)

Trotz vorliegendem Gestaltungsplan lässt die Korporation dieses Land unbebaut – seit rund 20 Jahren. (Bild Corinne Glanzmann)

Die Teilrevision der Nutzungsplanung läuft nicht nach den Vorstellungen der Ennetbürger Genossenkorporation. Im Kerngebiet Aumühle/Dudelhuisli möchte sie eine qualitativ hochstehende Wohnzone haben. Die Gemeinde schlägt hingegen eine gemischte Nutzung für Wohnungen und Gewerbe vor, damit die zentral gelegene Fläche einst verdichtet bebaut wird. Schliesslich muss die Gemeinde für die wachsende Bevölkerung genügend Bauland ausscheiden und dieses sparsam einsetzen.

«Keine Immobilienfirma»

Doch das wird immer schwieriger: «Wir sind blockiert, wir können nicht mehr planen», sagt der Ennetbürger Gemeinderat Remo Niess. Grosse brachliegende Flächen sind dafür verantwortlich. Etwa in der direkten Nachbarschaft des Aumühle-Gebietes. «Korporationen sind keine Immobilienfirmen, die möglichst rasch den höchstmöglichen Profit aus dem Boden pressen wollen», sagt Albert Gabriel, Präsident der Genossenkorporation.

Dem Wunsch der Korporation ein zusätzliches Stück Land zur Umzonung Aumühle dazuzuschlagen, ist der Gemeinderat nicht nachgekommen. Die Genehmigung der revidierten Nutzungsplanung unterliegt der Gemeindeversammlung vom 23. Mai.