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ENNETBÜRGEN: Wenn der Schwan zum Walterli wird

Zurzeit dominieren grosse Vögel die Werkhallen in der Herdern. An der Fasnacht werden sie losgelassen.
Schwan Walterli mit Wagenbauer Peter Hort (links) und Roland Meienberg. (Bild: Rosemarie Bugmann / Neue NZ)

Schwan Walterli mit Wagenbauer Peter Hort (links) und Roland Meienberg. (Bild: Rosemarie Bugmann / Neue NZ)

Es riecht nach Farbe und Sägemehl, und es tönt nach Arbeit. In den Hallen beim Zunftlokal in Ennetbürgen wird gehämmert, geklebt und gemalt. Drei Wagen stehen noch etwas unfertig da. Ihren grossen Auftritt werden sie an der diesjährigen Fasnacht haben. Am Wagen der Altzunftmeister wird an diesem Abend nicht gearbeitet. Das Sujet ist aber schon klar ersichtlich. Ein Vogel spielt eine wichtige Rolle. Ennetbürgen und Vogel? Falsch, es ist nicht der Schwan. Den haben nämlich die Turner und die Ehrenmitglieder der Zunft für sich reserviert. Während die Turner an einem Riesenschwan herumwerken, ist derjenige der Ehrenmitglieder schon fertig. Er ist wesentlich kleiner als sein Kollege vom Turnverein, deren Motto «Schwanenplage» heisst. Das Motto der Ehrenmitglieder hingegen ist «Vollgas». Was hat das bloss mit dem Schwan zu tun? Peter Hort und Roland Meienberg lachen. Sie stehen auf dem Wagen und geben dem Schwan den letzten Schliff.

Ein Schwan namens Walterli

«Vougas, ihr Eidgenossä» heisst das Motto, das sich der neue Zunftmeister Adolf I. für die heurige Ennetbürger Fasnacht ausgedacht hat. «Miär Eidgenosse sind ächt froh, dass miär dä Chämi-Dölf als Zunftmeister hend übercho», steht im Umzugsprogramm bei den Ehrenmitgliedern. Wo ist nun der Link zum Schwan? «Er muss als Walterli herhalten», erklärt Roland Meienberg. Damit ist klar, warum der Schwan einen Apfel im Schnabel hält. Der Tell wird auf das arme Viech schiessen. Die Ehrenmitglieder gehen als Eidgenossen, Gessler, Tell und Co. an die Fasnacht, mit Pfeil und Bogen natürlich. Ob der Walterli-Schwan die Schiessattacken überlebt, wird sich zeigen.

Trifft der Fasnachts-Tell den Apfel?

Während oben auf dem Wagen gewitzelt wird, arbeitet unten Roland Gysi sehr konzentriert an einem Urner Wappen. Es wird mit dem denjenigen von Schwyz und Unterwalden den Wagen zieren. Mit ruhiger Hand malt er die weissen Linien, kein noch so kleiner Spritzer geht daneben. Inzwischen sind auch die beiden Eidgenossen Meienberg und Hort wieder vom Wagen heruntergeklettert. Während sich Peter Hort in die gemütliche Zunftstube begibt, beginnt Roland Meienberg am Ennetbürger Wappen zu malen. Hinter ihm steht der schon fertige Vogel der Altzunftmeister.

Seit Anfang Jahr wird in der Herdern gebaut, gesägt, gefeilt und gemalt von den Turnern, den Altzunftmeistern, den Ehrenmitgliedern und in einer weiteren Halle von der Feuerwehr. Von allen wird einiges an Freizeit investiert. «Wichtig ist die Kameradschaft», sagen die Ehrenmitglieder einhellig. Inzwischen sind einige von ihnen im Zunftlokal versammelt. Auch Zunftmeister Adolf I. mit Yvonne und Gefolge ist da. «Ich besuche alle Wagenbauer», sagt er. Etwas später treffen der Frohsinnvater Eugen I. und seine Ursula aus Stans ein. Das Zunftlokal füllt sich. Während es draussen noch nach Farbe und Sägemehl riecht, dominiert drin der Duft nach Kaffee.

Rosemarie Bugmann

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