ENNETBÜRGEN: «Zuschauer hielten Wetter stand»

Ein Fasnachtsumzug am Abend? Warum nicht, sagte sich die Zunft Ennetbürgen. Sie bereute das Wagnis nicht, auch wenn der Regen sie auf eine Probe stellte.

Matthias Piazza
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Ob diese Kinder ihre Gspändli im Publikum entlang der Umzugsroute suchen? Bild: Edi Ettlin (Ennetbürgen, 24. Februar 2017)

Ob diese Kinder ihre Gspändli im Publikum entlang der Umzugsroute suchen? Bild: Edi Ettlin (Ennetbürgen, 24. Februar 2017)

Interview: Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Mit dem Ennetbürger «FasNACHT»-Umzug betrat die Zunft Ennetbürgen gestern vor einer Woche Neuland. 35 Gruppen, davon 12 Guuggenmusigen, zogen abends ab 19 Uhr durch die Strassen Ennetbürgens in Richtung Dorfplatz. OK-Präsidentin Luzia Achermann spricht von einer gelungenen Premiere.

Luzia Achermann (kl. Bild), welche Bilanz ziehen Sie mit einigen Tagen Abstand zum ersten Nidwaldner «FasNACHT»-Umzug?

Wir sind sehr positiv überrascht, wie gut die Teilnehmer und die Bevölkerung diesen Umzug aufnahmen, zumal wir im Vorfeld viele kritische Stimmen hörten. Zu verdanken ist die gelungene Premiere sicher auch den Wagenbauern, Guuggenmusigen, Umzugsteilnehmern und Helfern, welche sich für das Experiment begeistern liessen und für eine tolle Umsetzung sorgten. Die Bevölkerung liess sich überzeugen, dass man auch abends einen tollen Umzug durchführen kann. Besonders die Kinder waren von der Beleuchtung und der mystischen Stimmung begeistert.

Wie gut klappte die Organisation? Was machen Sie das nächste Mal anders?

Die Organisation hat sehr gut funktioniert. Der Grundstein ist gelegt. Das OK-Team war ein Jahr lang damit beschäftigt, diesen Anlass zu organisieren. Wir hatten das Ziel, etwas Neues auf den Fasnachtsmarkt zu bringen, in welchem Jung und Alt den Abend miteinander geniessen können. Dies ist uns gelungen. Auch haben wir bewusst das Fest etwas kleiner gehalten, um es mit der Anzahl Helfer, welche uns zur Verfügung standen, bewältigen zu können. Da wir sehr viele Festbesucher hatten, kam es deshalb zu Wartezeiten an den Getränkeständen. Dies ist sicherlich zu optimieren. Vielleicht animiert der erfolgreiche Anlass zusätzliche Leute, die uns beim nächsten Mal unterstützen.

Sie hatten Wetterpech. Es regnete in Strömen. Wie schlimm war das?

Das Wetter können wir leider nicht beeinflussen, das macht aber nichts. Der Umzug funktionierte, die Zuschauer kamen trotzdem und hielten dem Wetter stand.

Wie geht es weiter?

An der Sitzung nächste Woche lassen wir Umzug und Fest Revue passieren und entscheiden, wie es weitergeht. Ich denke, dass die Zunft Ennetbürgen in zwei Jahren wieder einen «FasNACHT»-Umzug veranstaltet – alternierend zum Kinderumzug.