Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ENNETBÜRGEN: Zwei Welten prallen aufeinander

Die Theatergruppe hat an der Premiere vom Samstag «Rabatz uf em Campingplatz» präsentiert. Das Spielerteam unter der Regie von Roli Simitz begeisterte mit einem fulminanten Start in die neue Spielsaison.
Rosmarie Berlinger
Theater Ennetbürgen spielt 2018 «Rabatz uf em Campingplatz». Im Bild: Ferien auf dem Campingplatz: des einen Freud, des anderen Leid. (Bild: Kurt Zumbühl/PD)

Theater Ennetbürgen spielt 2018 «Rabatz uf em Campingplatz». Im Bild: Ferien auf dem Campingplatz: des einen Freud, des anderen Leid. (Bild: Kurt Zumbühl/PD)

Rosmarie Berlinger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Keine Bauernstube, kein Gasthaus, auch kein Dorfplatz oder eine idyllische Wald- und Wiesenlandschaft erwartet die Zuschauer beim Besuch des neuen Stücks der Theatergruppe Ennetbürgen. In der Komödie in drei Akten von Carl Slotboom «Rabatz uf em Campingplatz» dreht sich alles um diesen angekündigten Schauplatz. Stimmungsvoll präsentiert sich die Camping­szenerie mit zwei Wohnwagen, gemütlichen Vorplätzen und gepflegter Einzäunung.

Der richtige Ort also für Ruhe, Erholung, Abschalten vom Alltag – wie es von einem Campingurlaub erwartet werden könnte. Das gilt im Stück für die Familie Vogel, Vater Lutz, Mutter Trudi und Sohn Rolf. Sie kennen sich in dieser Welt bestens aus und freuen sich auf ihre erneuten Camping-Ferien. Ganz anders entpuppt sich die Camping-Welt für die noble Familie Vontobel mit Vater Karl-Heinz, Mutter Mathilda, Tochter Klara und der im gleichen Haus lebenden Grossmutter. Diese hat bei einem Preisrätsel den ersten Preis gewonnen und damit eine Woche Ferien auf diesem Campingplatz.

Ein Campingplatz ist kein Hotel mit Service

Es kann nicht gut gehen, wenn erfahrene Camper auf absolut verwöhnte Neulinge treffen, die feststellen müssen, dass ein Campingplatz kein Hotel mit Service ist. Zwei Welten prallen aufeinander, in denen der «Rabatz» mit lärmendem Treiben, Unruhe, Krachmachen und heftigen Konfrontationen zwischen den beiden Familien seinen Lauf nimmt.

In der Komödie «Rabatz uf em Campingplatz» bieten die Darsteller nicht nur kurzweilige Unterhaltung, sondern sie brillieren in beeindruckenden Charakterrollen. Dafür hat Regisseur Roli Simitz mit Regieassistenz durch Natascha Hurschler in seiner professionellen Manier akribisch Hand angelegt. «Über das streng erarbeitete Resultat dürfen sich jetzt alle freuen», erklärte er an der Premiere vom vergangenen Samstag. Von Beginn weg wird das Tempo durchgegeben und setzt sich fort bis zum Schluss. Pointen und Spielwitz sitzen perfekt, unterhalten köstlich und wurden vom Publikum wiederholt mit Szenenapplaus honoriert.

Hervorragend besetzt sind die Rollen der Familie Vogel mit Vater Lutz (Roli Gabriel), seiner Frau Trudi (Sandra Galliker) und Sohn Rolf (Walti Gut). Ihr Spiel ist dermassen Klasse, weil sich das Trio in den verrücktesten Szenen zurechtfindet, ja campingfest bleibt. Ganz im Stil der nicht Camping-gewohnten Familie widersetzen sich Karl-Heinz Vontobel (Theo Risi), seine Frau Mathilda (Karin Anderhirsern), Tochter Klara (Eva Dickenmann) und Grossmutter (Ursula Reiser) den aufkeimenden Problemen des Zusammenlebens. Für den Mitarbeiter Michael Frei des Campingplatzes (Stefan Amberg) bleibt die Aufgabe, seinen Gästen nach Möglichkeit beizustehen und dabei erst noch ein Auge auf die hübsche Klara Vontobel zu werfen.

Erst nach langem Schlussapplaus konnte sich Präsident Roli Gabriel beim Premierenpublikum bedanken. Weiter galt sein Dank Regisseur Roli Simitz, der das Stück nicht nur originell einstudiert, sondern auch für die Schweizer Erstaufführung in Ennetbürgen bearbeitet hat, sowie an Eggi Gabriel für die Schaffung des originellen Bühnenbildes. Dass die Liebe zum Theater in Ennetbürgen gross ist, bewies die Ehrung von Personen, die sich seit Jahren mit viel Engagement und Leidenschaft rund um die Bühne einsetzen. Es sind dies: Res Lussy, 30 Jahre; Maria Gabriel, 40 Jahre; Walter und Karl Gabriel, 50 Jahre und Paul Betschart, 21 Jahre.

Hinweis

Weitere Aufführungen bis am 3. Februar. Informationen und Vorverkauf unter www.theatergruppe-ennetbuergen.ch oder Donnerstag und Freitag von 18 bis 20.30 Uhr unter Telefon 079 643 72 52.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.