Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ennetbürger Genossen segnen grosse Investitionen ab

Ein Grossaufmarsch von 209 Genossenbürgern stimmte drei Kreditanträgen zu. Für den Kauf einer Teilfläche Wald am Fusse des Bürgenbergs erhielt der Rat Kompetenz, den möglichen Kaufvertrag abzuschliessen.
Rosmarie Berlinger
Die Infrastruktur auf der Alp Unter Ochsenweid wird verbessert. (Bild: PD)

Die Infrastruktur auf der Alp Unter Ochsenweid wird verbessert. (Bild: PD)

Für die Ennetbürger Genossengemeinde erhielten die Bürgerinnen und Bürger mit der Einladung erstmals eine persönliche Zutrittskarte. Diese musste ausgefüllt zwecks Registrierung und als Eintrittsberechtigung zur Versammlung abgegeben werden. Am Sonntag waren es nebst vielen langjährigen Versammlungsteilnehmern über 70 neue Bürgerinnen und Bürger, die erstmals eine Genossengemeinde erlebten. Der Schritt zur Einladung mit Eintrittskarten habe für den Rat grosse Arbeit erfordert, sei aber in Anbetracht der zunehmenden Korporationsbürgerrechte der richtige, hielt Präsident Albert Gabriel zu Beginn fest.

Als Gast begrüsste er speziell Irene Odermatt aus Dallenwil. Als Präsidentin der Vereinigten Nidwaldner Korporationen sei es ihr Ziel, bei einem Besuch ihrer Versammlungen diese besser kennenzulernen. Im Jahresbericht erwähnte der Präsident herausragend die komplexe Regelung zur Feststellung des Korporationsbürgerrechts, und zwar einheitlich durch alle 15 Nidwaldner Korporationen. Diese hätten dafür extra eine neue Internetseite mit sämtlichen Informationen gestaltet.

An der letztjährigen Genossengemeinde sei für die Planung und Akquisition eines Wärmeverbundes ein Kredit über 115000 Franken gesprochen worden. «Nun sind wir einen riesigen Schritt weitergekommen und können ein entsprechendes Projekt zur Realisierung vorlegen», informierte der Präsident einleitend. Die Lösung für die Problemstellung liefere das komplette Heizkraftwerk der Korporation Stans, das seit 2007 mit der Holzverstromung die Wärmeproduktion betreibt.

«Das bereits 7800 Meter lange Fernwärmenetz ist an der Gemeindegrenze von Ennetbürgen angelangt und kann ab diesem Punkt die Wärme weiterleiten. Anhand von 56 Objekten in unserer Gemeinde mit Absichtserklärungen und noch weiterem offenen Potenzial wurde die Linienführung des Wärmeverbundes vertieft angeschaut», hielt Gabriel fest. Dabei seien bereits Details wie etwa die Einbettung in das bestehende Leitungsnetz sowie weitere mögliche bauliche Schwierigkeiten behandelt worden. Der erfolgreiche Abschluss der vielen Absichtserklärungen und die Planung der Erschliessung hätten die Erwartungen übertroffen, meinte Gabriel.

Vier bis fünf Jahre Durststrecke

Um das Netz dereinst wirklich betriebswirtschaftlich betreiben zu können, benötige dieses vier bis fünf Jahre Laufzeit. Das Werk sei wertvoll für die Gemeinde, biete neue Chancen für die Energiestrategie 2050 des Bundes und könne von der Korporation finanziell gesichert werden. «Wenn es die Korporation nicht realisiert, macht es sonst wohl niemand in Ennetbürgen», sagte der Präsident. Einstimmig wurde dem Baukredit eines Fernwärmenetzes in der Höhe von 5,3 Millionen zugestimmt.

Ferner kann mit einem bewilligten Kredit von 140'000 Franken eine Erschliessungsstrasse im Herdernwald via Etschenried gebaut werden. Für die Erneuerung der Warmwasseraufbereitung und Kücheneinrichtung auf der Alp Unter Ochsenweid am Buochserhorn wurde ein Kredit von 30'000 Franken gesprochen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.