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ENNETMOOS: Auch vier Walliser geben am Teffli-Rally mächtig Gas

Die Teffli-Rally ist nicht nur für Nidwaldner Töffli-Enthusiasten ein Highlight. Auch vier Oberwalliser sind wieder dabei – obwohl die Teilnahme vor zwei Jahren für sie leistungsmässig zu einem Debakel wurde.
Matthias Piazza
Dank der Flagge unverkennbar, wer hier am Werk ist: Die vier Walliser nahmen schon vor zwei Jahren an der Teffli-Rally teil. (Bild: Dani Lüthi/PD)

Dank der Flagge unverkennbar, wer hier am Werk ist: Die vier Walliser nahmen schon vor zwei Jahren an der Teffli-Rally teil. (Bild: Dani Lüthi/PD)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

An diesem Wochenende ist Ennetmoos wieder die Hochburg aller Töfflifans. Wie alle zwei Jahre rattern fast 200 Fahrer auf ihren knatternden Gefährten über die abenteuerliche Piste – angefeuert von Tausenden Besuchern. Und bereits zum zweiten Mal am Start sind David Hildbrand, Urs Eidt, Jörg Zengaffinen und Gilbert Hildbrand. Für die Teilnahme scheuen die vier Walliser keinen Aufwand und auch keinen Weg. Die vier Töffli-Enthusiasten im Alter zwischen 45 und 51 Jahren müssen nämlich rund 150 Kilometer von ihrem Wohnort Gampel nach Ennetmoos unter die Räder nehmen. Die Gefährte werden in einen Anhänger verladen, weil sie auf der Strasse nicht zugelassen sind.

Der Funke zwischen Gampel und Ennetmoos sprang schon vor vielen Jahren, am Open Air Gampel, das gerade am vergangenen Weekend wieder über die Bühne ging. Dort betreiben die vier Walliser seit 23 Jahren eine Hot-Shots-Bar. «Jungs und Girls von Ennetmoos sind seit vielen Jahren Stammgäste bei uns. So konnten wir auf abenteuerliche Weise die begehrten Startplätze ergattern», erzählt Teamleiter und Chefmechaniker Gilbert Hildbrand. Mit vier umgebauten Puchs, beschriftet mit dem Logo der Teffli-Rally, ging es 2015 mit einem riesigen Anhänger nach Ennetmoos. Die Premiere allerdings glückte nicht. «Wir hatten unsere Töffli viel zu schlecht frisiert und schafften darum die Steigung nicht, mussten treten, sehr zu Belustigung des Publikums», erinnert er sich.

Schon im Winter mit den Vorbereitungen begonnen

Aus dem Debakel habe man gelernt. «Dieses Jahr haben wir schon im Winter mit den Vorbereitungen angefangen und die Töffli auf Höchstleistung getrimmt», beteuert er. «Wir nehmen die Rally schon sehr ernst.» Glücklicherweise könne man auf die Unterstützung des ganzen Dorfes zählen. «Ein benachbartes Kieswerk hat uns einen Parcours hergerichtet, der jenem in Ennetmoos gleicht. Darauf übten wir.» Trotzdem sei man realistisch genug und rechne nicht mit dem ersten Platz. «Dafür sind wir zu langsam.»

Sie reisen nicht mit leeren Händen an

Doch der Sieg steht auch nicht im Mittelpunkt. «Der Adrenalinschub, die Stimmung, der Austausch mit Gleichgesinnten und das Feiern machen die Teffli-Rally einzigartig», schwärmt Gilbert Hildbrand, der früher mit seinen Kollegen Strassenrennen und dann selber die Schweizer Meisterschaft im Supermoto fuhr. Angetan seien die Oberwalliser auch von der schönen Nidwaldner Landschaft und ihren Bewohnern. Menschliche oder sprachliche Hürden? Fehlanzeige. «Die beiden Dialekte vertragen sich gut.» Das Quartett mit den vier Puch-Töffli habe sich schon vor zwei Jahren bei ihrem ersten Auftritt in Ennetmoos zu einer Attraktion gemausert. «Ich hatte den Eindruck, dass wir das beliebteste und meistfotografierte Sujet waren.» Das wird wohl auch am Samstag ähnlich sein. Mit leeren Händen reisen die vier Oberwalliser zumindest nicht an. «Wir offerieren natürlich wieder unseren Walliser Wein, und haben das Angebot der Hot-Shots-Bar dabei», verspricht er.

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