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ENNETMOOS: Bauernkrimi mit Missverständnissen

Bei der diesjährigen Theaterproduktion handelt es sich um einen handfesten Krimi. Das Stück «Morge früeh wenn d'Sunne lacht» liefert spannende, temporeiche und witzige Unterhaltung.
Richard Greuter
Auf der Ennetmooser Theaterbühne geht es drunter und drüber. Im Bild: Gemeindepräsident Chlaus Biedermann (Peter Amstutz) im Clinch mit Lisi (Paula Kündig) und dem stotternden Joggeli Schwertfäger (André Emmenegger). Bild: Richard Greuter (Ennetmoos, Do. 18. Januar 2018) (Bild: Richard Greuter (Ennetmoos, Donnerstag, 18. Januar 2018))

Auf der Ennetmooser Theaterbühne geht es drunter und drüber. Im Bild: Gemeindepräsident Chlaus Biedermann (Peter Amstutz) im Clinch mit Lisi (Paula Kündig) und dem stotternden Joggeli Schwertfäger (André Emmenegger). Bild: Richard Greuter (Ennetmoos, Do. 18. Januar 2018) (Bild: Richard Greuter (Ennetmoos, Donnerstag, 18. Januar 2018))

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Der grossartige Schlussapplaus nach der gelungenen Premiere am Samstag und auch der spontane Beifall während einzelner Szenen bestätigten den zehn Spielerinnen und Spielern, dass der Funke auf das Premierenpublikum übergesprungen ist. Das Theaterstück «Morge früeh wenn d’Sunne lacht», eine bäuerlich geprägte Krimikomödie mit vielen Zufällen und Missverständnissen, verspricht sehr gute Unterhaltung und fordert auch die Lachmuskeln. Ursprünglich hiess das Stück von August Hinrichs «Wenn der Hahn kräht». Fritz Klopfstein schrieb die berndeutsche Fassung. Regisseur Eugen Niederberger setzte das Stück um und passte es dem Nidwaldner Dialekt an. Toni Odermatt und sein Team gestalteten ein prächtiges Bühnenbild.

Gemeindepräsident auf Tätersuche

Von einer lachenden Sonne kann beim Gemeindepräsidenten Chlaus Biedermann (Peter Amstutz) keine Rede sein. Nach einer feuchtfröhlichen Gemeinderatssitzung kommt der Dorfkönig am frühen Morgen nur mit einem Schuh nach Hause. Wenig später vernimmt er von der verstörten Lisi (Paula Kündig), dass bei ihnen eingebrochen worden sei. Sämtliches Geld wurde gestohlen, und ihr Mann, der Chnopfloch-Heiri (Hans-Peter Barmettler), wurde offenbar totgeschlagen. Für den nach der durchzechten Nacht immer noch angeschlagenen Gemeindepräsidenten, der von allem nichts wissen will, wird’s eng. Denn Lisi hat als Beweisstück einen Schuh mitgebracht, den offensichtlich der Verbrecher verloren hat. Zudem muss sich Biedermann wegen seiner nächtlichen Eskapaden auch noch die Vorwürfe seiner Frau Christine (Romy Waser) anhören. Doch statt der Sache nachzugehen, versucht er das Ganze mit Hilfe seines bauernschlauen Knechts Brächt (Sepp Amstutz) zu vertuschen.

Als dann der Dorfpolizist Chropf (Werner Odermatt) und der Polizeiinspektor Beiner (Guido Gander) auftauchen, gerät Biedermann endgültig in Panik. Hilfe erhält er vom Knecht Brächt, der die Polizisten an der Nase herumführt, die Aufmerksamkeit auf sich selber lenkt, bis bei ihm die Handschellen klicken. Einer muss es ja gewesen sein. Das Stück wird getragen von viel Tempo und Witz. Dafür sorgen nicht nur der listige Brächt und die originelle Lisi, sondern auch Joggeli Schwärtfäger (André Emmenegger). Der stotternde Joggeli, der die Polizei auf den Plan ruft, ist hinter Leni (Sarah Ettlin), der Tochter des Gemeindepräsidenten, her. Doch die hat nur Augen für den Tierarzt Dr. Schlatter (Andreas Gander).

Endet die Liebe im Glück? Gehört der gefundene Schuh dem Gemeindepräsidenten? Die Schlinge um den Hals von Biedermeier wird immer enger.

Seit 35 Jahren begeisterte Fans

Dass die Ennetmooser mit diesem Stück richtig liegen, bestätigt Elsbeth Durrer aus Mettmenstetten. Zusammen mir ihrem Schwager und zwei befreundeten Ehepaaren besucht sie seit 35 Jahren jedes Jahr das Ennetmooser Theater. «Für uns ist das Theater Ennetmoos eine Tradition», sagte die 66-Jährige. Und zur neuen Produktion meinte sie: «Das Stück hat uns sehr gut gefallen. Vor allem Joggeli hat sehr gut gespielt.»

Hinweis
Zehn weitere Aufführungen bis zum 18. Februar. Reservationen: www.theater-ennetmoos.ch oder unter 078 639 24 70 (Dienstag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr).

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