Ennetmoos

Bürger genehmigen Budget mit 93'000 Franken Verlust

Ennetmoos heisst die Budgets 2021 gut und rüttelt nicht am Steuerfuss.

Robert Hess
Drucken
Teilen

Gemeindeversammlung Keine Festwirtschaft wie üblich, keine Jasskarten, keine Tische und nur rund 30 Stühle in der MZA St.Jakob besetzt: Auch die Herbstgemeindeversammlungen in Ennetmoos vom Freitagabend fanden unter Schutzmassnahmen statt.

Viele Stimmberechtigte waren es jedoch nicht. «Es war uns von vornherein bewusst, dass in dieser Zeit und mit den einzigen Traktanden Budget und Festlegung des Steuerfusses kein Grossaufmarsch zu erwarten war», so Gemeindepräsident Stefan von Holzen gegenüber dieser Zeitung. Wichtig sei aber gewesen, «dass wir nun die beiden Geschäfte unter Dach und Fach haben».

«Vertretbarer Aufwandüberschuss»

Dass die Budgetplanung in der heutigen Situation besonders schwierig ist, betonte Vizepräsidentin und Finanzverwalterin Regina Durrer. Das Budget 2021 der politischen Gemeinde Ennetmoos weist einen Aufwandüberschuss von rund 93'000 Franken auf. Die betrieblichen Aufwände liegen bei rund 8,36 Millionen und die Erträge bei etwa 8 Millionen Franken. Der Aufwandüberschuss sei «vertretbar» und könne mit den finanzpolitischen Reserven ausgeglichen werden (siehe Ausgabe vom 19. November). Die Steuereinnahmen sind leicht höher als im Vorjahr budgetiert und betragen knapp 3,9 Millionen Franken. Für die Angestellten der Gemeinde sind «aufgrund der tiefen Teuerung und der wirtschaftlichen Situation» keine Lohnerhöhungen geplant.

Die Investitionsrechnung sieht Nettoinvestitionen von 877'000 Franken vor. Die Finanzkommission unter dem Präsidium von Raphael Bodenmüller unterstützte die Anträge des Gemeinderates. Sowohl das Budget 2021 wie auch der gleichbleibende Steuerfuss von 2,2 Einheiten wurden einstimmig genehmigt.

Steigende Überschüsse bei den Ausgaben

Nur zur Kenntnis nehmen konnte die Versammlung den Finanzplan 2022 bis 2025. Angesichts der vielen Unbekannten in den kommenden Jahren sei diese Planung besonders schwierig, meinte Durrer. Die Investitionen könnten von 452'000 Franken (2022) bis auf 2,4 Millionen Franken im Jahr 2025 steigen.

Es müsse auch mit zunehmenden Ausgabenüberschüssen von bis zu 450'000 Franken im Jahr 2025 gerechnet werden. Diese würden allenfalls durch die finanzpolitischen Reserven der Gemeinde ausgeglichen.

Kirchgemeinde genehmigt Budget ebenfalls

Auch die Versammlung der katholischen Kirchgemeinde unter dem Vorsitz von Präsidentin Karin Schleiss genehmigte ihr Budget 2021 und den Steuerfuss einstimmig. Bei einem Aufwand von 702'895 Franken und einem Ertrag von 686'000 Franken ist ein Aufwandüberschuss von 16'895 Franken budgetiert, erklärte der Finanzchef der Kirchgemeinde, Luzian Jatsch. Die Steuereinnahmen sind mit rund 462'000 Franken veranschlagt. Der Steuerfuss 2021 bleibt mit 0,45 Einheiten unverändert.