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ENNETMOOS: Erkrankte Eschen sind eine Gefahr

Der beliebte Waldkindergarten wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt. Herunterfallende Äste könnten die Kinder verletzen.
Philipp Unterschütz
Die zu fällenden Eschen sind bereits mit einen farbigen Punkt markiert. Kobi Scheuber beim Waldkindergarten im Kappelenwald. (Bild Corinne Glanzmann)

Die zu fällenden Eschen sind bereits mit einen farbigen Punkt markiert. Kobi Scheuber beim Waldkindergarten im Kappelenwald. (Bild Corinne Glanzmann)

Philipp Unterschütz

Auch im Ennetmooser Kappelenwald sind die Eschen von der heimtückischen Eschenwelke betroffen. Die durch einen Pilz verursachte Baumkrankheit ist in der Schweiz auf dem Vormarsch und lässt die Eschen absterben. In Dallenwil mussten deswegen im Frühjahr bereits 200 Bäume gefällt werden (wir berichteten im Februar).

Kobi Scheuber, der für den Unterhalt des Waldkindergartens zuständig ist, stellte fest, dass die herunterfallenden, dürren Äste der Eschen zu einem Sicherheitsrisiko geworden sind. «Es sind etwa 45 Kinder, die jeden zweiten Donnerstag hier in den Waldkindergarten kommen. Nach einer Begehung mit dem Revierförster Josef Odermatt haben wir beschlossen, dass der Platz bis auf weiteres nicht betreten werden darf.» Josef Odermatt bestätigt, dass es keine andere Möglichkeit gäbe, als die Bäume zu fällen, bevor der Waldkindergarten wieder eröffnet werden kann. «Es sind schätzungsweise zwischen 70 und 80 Prozent der Eschen betroffen. Das Fällen wäre nach einem entsprechenden Entscheid innert weniger Tage möglich. Das Holz der abgestorbenen Bäume kann nur noch als Energieholz verwendet werden.»

Weiteres Vorgehen noch offen

Der Ennetmooser Gemeindepräsident Peter Scheuber meint auf Anfrage, dass der Waldkindergarten eine gute, sinnvolle und auch sehr beliebte Sache sei. «Natürlich möchten wir das im nächsten Schuljahr weiterführen.» Er gehe ebenfalls davon aus, dass man – wie in Dallenwil – die Bäume fällen müsse. Das weitere Vorgehen komme einerseits bei der nächsten Sitzung der Liegenschaftskommission und dann in zwei Wochen bei einer Besprechung mit der Ürte-Korporation auf den Tisch. Diese ist nämlich Besitzerin des Waldes und hat der Gemeinde den Platz für den Waldkindergarten unentgeltlich zur Nutzung überlassen. «Ich denke, dass die Korporation wohl verlangen wird, dass die Gemeinde als Nutzer für die Kosten der Fällaktion aufkommen muss. Dafür würde es dann aber einen Beschluss des Gemeinderats brauchen», meint Gemeindepräsident Peter Scheuber.

Die Ürte-Korporation kann sich ebenfalls noch nicht zum weiteren Vorgehen äussern. Er habe noch keine offizielle Meldung von der Gemeinde im Zusammenhang mit dem Waldkindergarten erhalten, sagt Präsident Peter von Büren auf Anfrage und verweist ebenfalls auf die Aussprache mit der Gemeinde in zwei Wochen. Das Fällen der betroffenen Eschen wird laut Revierförster Josef Odermatt «wohl keinen grossen Betrag» verschlingen.

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