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ENNETMOOS: Sie erleben das Schuljahr im Container

Schulstart mit leerem Schulhaus. Weil das Morgenstern saniert wird, sind die Kindergärtler und Primarschüler der dritten bis sechsten Klasse in Provisorien gezügelt. Herausgefordert sind auch die Lehrer.
Matthias Piazza
Die Primarschüler der dritten und vierten Klasse haben sich im Container eingerichtet. (Bild: Matthias Piazza (Ennetmoos, 21. August 2017))

Die Primarschüler der dritten und vierten Klasse haben sich im Container eingerichtet. (Bild: Matthias Piazza (Ennetmoos, 21. August 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Die meisten Ennetmooser Primarschüler haben gestern ein ganz spezielles Schuljahr in Angriff genommen. Ihr Unterricht findet nicht in einem Schulhaus statt. Die Dritt- und Viertklässler gehen während eines ganzen Jahres in einem Container, der auf dem Pausenplatz des Schulhauses St. Jakob aufgestellt ist, in die Schule. Der Grund: Das Schulhaus Morgenstern auf Allweg wird zurzeit komplett saniert und ist daher für den Schulbetrieb nicht verfügbar.

Jan Horlacher lässt sich durch die ungewohnte Schulumgebung nicht aus dem Konzept bringen und hat sich bereits nach einem halben Tag damit arrangiert. «Ich wäre zwar schon lieber im Schulhaus Morgenstern geblieben. Aber hier ist es auch schön zum Arbeiten, obwohl wir etwas weniger Platz haben», meint der Viertklässler, während er in Schönschrift sein Namensschild gestaltet. Auch wenn sein Schulweg zurzeit kürzer sei, freue er sich, wenn er im nächsten Schuljahr in sein altes beziehungsweise komplett saniertes und modernes Schulhaus Morgenstern zurückkehren könne.

Seine Pultnachbarin Sophie Blöse (3. Klasse) musste nicht den Standort wechseln, da die Erst- und Zweitklässler regulär im St. Jakob zur Schule gehen. «Ich habe mich darauf gefreut, weil ich so einen kurzen Schulweg habe. Zum Schulhaus Morgenstern müsste ich den Bus nehmen», erzählt sie gut gelaunt. Doch etwas umgewöhnen habe sie sich schon müssen. Klassenlehrerin Marianne Zurfluh ist vor allem wegen der engeren Platzverhältnisse gefordert. «Wir mussten uns gut überlegen, welches Material wir ins Provisorium mitnehmen», erinnert sie sich an die Zügelaktion, an der sich in der letzten Schulwoche auch Schüler beteiligt hatten. Auch sei es im Gegensatz zu normalen Schulzimmern schneller laut, was etwas mehr Disziplin erfordere. Doch das nehme sie für die Sanierung des Schulhauses gerne in Kauf. Die Lehrerin spricht von schlechten sanitären Anlagen und undichten Dächern im Morgenstern. Total sind im zweistöckigen Container zwei 3./4.-Klassen und zwei Kindergartenklassen untergebracht.

Die drei Klassen der gemischten 5./6.-Klasse haben Quartier in den ehemaligen Gebäuden der Festungswache bezogen, welche bis im Februar noch von der Stiftung Weidli genutzt wurde. «Man muss sich anders organisieren, da die Arbeitsplätze der Kinder sehr verzettelt sind», erzählt Lehrerin Deborah Niederberger von ihren ersten Erfahrungen am provisorischen Standort, wo übrigens auch die Schulverwaltung, die Schulleitung und das Technische Gestalten temporär untergebracht sind.

Schulhaus wird für 8,3 Millionen saniert

Schulleiter Andreas Bossi spricht von einem gelungenen Start in dieses spezielle Schuljahr. «Die Zügelaktion ging reibungslos über die Bühne.» Im Sommer 2018 hält dann der normale Schulalltag wieder Einzug. Bis dann wird das Schulhaus Morgenstern für rund 8,3 Millionen Franken saniert. So werde unter anderem die Gebäudehülle gedämmt und die Heizung ersetzt, das Flachdach saniert sowie die elektrischen und sanitären Anlagen erneuert.

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