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ENNETMOOS: Wanderweg führt bald durch einen Tunnel

Ein Halbtunnel hätte den historischen Wanderweg durch die Rotzschlucht sicherer machen sollen. Doch der Felsen ist dafür zu instabil. Nun wird ein «richtiger» Tunnel gebaut.
Matthias Piazza
Bei der Rotzschlucht wird nun ein Tunnel gebaut. (Bild: PD (Ennetmoos, 28. März 2017))

Bei der Rotzschlucht wird nun ein Tunnel gebaut. (Bild: PD (Ennetmoos, 28. März 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Der beliebte Wanderweg durch die Rotzschlucht zwischen Ennetmoos und Stansstad bleibt länger gesperrt als geplant, wie dem Nidwaldner Amtsblatt zu entnehmen ist. Noch bis Anfang Mai müssen die Wanderer den Umweg via Betti, Hinterbach und Rieden unter die Füsse nehmen. Der Grund: Die Bauarbeiten dauern länger. Ursprünglich hatte man einen 50 Meter langen sogenannten Halbtunnnel bauen wollen. «Die Gefahr von sich lösenden Steinen wäre aber viel zu hoch, wie man nun bei den Arbeiten festgestellt hat», erklärt Roger Anderhalden vom Bauamt Ennetmoos auf Anfrage.

Trotz kontrollierter Felsräumungen ereigneten sich innerhalb einer Woche zwei Steinschläge – bedingt auch durch die ungünstigen Witterungsverhältnisse im vergangenen Winter. Um die Arbeitssicherheit weiter zu gewährleisten, wären zwingend intensivere Felsräumungen sowie temporäre Steinschlagschutznetze erforderlich. Dabei fing alles gut an. Die ersten 15 Meter kam man sehr gut voran. Danach begannen die Probleme. Der Fels präsentierte sich erheblich stärker zerklüftet und zerlegt, als dies von aussen schien. Ein geologisches Gutachten habe das Problem im Vorfeld nicht zu Tage gebracht.

Als Ergänzung zum Halbtunnel gibt es nun einen «richtigen», 35 Meter langen Tunnel, der rund 3 bis 5 Meter in den Berg hineinversetzt wird. Dank eines grossen Fensters fallen keine Kosten für die Beleuchtung an. Mit dieser Lösung komme man später ohne jegliche Unterhaltskosten aus. Der aufwendigere Bau habe allerdings Mehrkosten im fünfstelligen Bereich zur Folge, die man zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht genau abschätzen könne, so Anderhalden.

Der alte Weg war zu gefährlich

Die Bauarbeiten beim Wanderweg durch die Rotzschlucht wurden aus Sicherheitsgründen nötig. Der Weg stand kurz vor der Schliessung, auch wegen der hohen Sicherheitsrisiken und der damit einhergehenden Haftung. Diese ist Sache der Gemeinde Ennetmoos. Bisher wurden die Aufwendungen für den Unterhalt und die periodischen Überprüfungen zwischen ihr und der Steinag Rozloch AG aufgeteilt. Bis zur Erneuerung ihres Kraftwerks 2015 benötigte sie den Weg für Unterhaltsarbeiten. Nachdem das Kraftwerk saniert und eröffnet worden war, war die Firma nicht mehr bereit, sich an den seit dem Unwetter im Jahre 2005 immer höheren Unterhaltskosten zu beteiligen – und die Gemeinde Ennetmoos wollte die Kosten nicht alleine tragen.

Die Ennetmooser genehmigten an der Gemeindeversammlung vom November 2016 einen Kredit von 280000 Franken für den Bau des Halbtunnels. Sponsoren beteiligen sich voraussichtlich an den Baukosten, die genaue Höhe steht allerdings noch nicht fest.

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